Dancefloor-El-Dorado Dülken
Janissen-Brass baut Großraum-Disco mitten in DülkenDülken Sensationelle Wende im Dülkener Investoren-Roulette: den Zuschlag für die Neugestaltung der weiträumigen Brachfläche im Dülkener Zentrum erhielt jetzt Viersens "Großinvestor vom Dienst" Hans Wilhelm Janissen-Brass. Sein ebenso überraschendes wie spannendes Konzept: anstatt der von anderen Interessenten ursprünglich angedachten Mischung aus Ladenlokalen und altengerechten Wohnungen entsteht zwischen Melchersstiege und Lange Straße eine Großraum-Diskothek mit mehreren Dance-Areas und Erlebnisgastronomie.
"Auf 'altengerecht' macht doch heutzutage jeder, aber wer denkt denn an unsere Jugend? Das mit-ansehen-müssen der allgemeinen Vergreisung kann diese doch nur noch durch Kampftrinken und Dauerparty ertragen. Außerdem müssen Hartz IV und Dispo ja irgendwie verbraten werden." so der umtriebige Investor.

Die Dülkener Innenstadt vor und nach der Umgestaltung zeigt dieser
Entwurf des Architekten-Teams Jannissen-Brass/Dannreuter im ModellEinwände zum Lärmschutz wischt Janissen-Brass beiseite: "Angesichts der völlig überzogenen Mietpreise hier im Dülkener Zentrum steht sowieso die Hälfte der Wohnungen leer, und diejenigen, die Dülken noch nicht den Rücken gekehrt haben, müssen halt jetzt an einem Strang ziehen. Ein guter Lokalpatriot muss auch bereit sein, kleine Opfer zu bringen. Im Gegenzug werden wir Dülken in seiner neuen Rolle als Disco-Metropole am Niederrhein ganz nach vorne bringen."
Viersens Bürgermeister Günter Thönnessen ist denn auch voll des Lobes für den Investor und zukünftigen Diskotheken-Betreiber: "Der Mann hat die Visionen, die Viersen braucht. Wenn man alleine bedenkt, wieviele jugendliche Randalierer in Zukunft nicht mehr nächtens Viersens Straßen unsicher machen, weil sie sich stattdessen in Dülken mit Jägermeister-Red-Bull zudröhnen, einfach härrlisch..."
Labels: 1. April, Satire