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31.3.10
  Halleluja!
Dass ich das noch erleben darf, treibt mir die Tränen der Rührung in die Augen! Wie sprach ich im vergangenen Dezember zu einer Mitreisenden: "Schätze mal, bis Ostern müssen wir noch damit leben..."

Endlich wieder möglich: ohne Umsteigen zwischen Dülken
und Düsseldorf im RE 13 in aller Ruhe das Make-Up richten

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9.12.09
  Fehlstart für neuen Maas-Wupper-Express
Der Wechsel zur privaten "Eurobahn" auf der Strecke Venlo-Hamm beginnt aller Voraussicht nach mit einer peinlichen Pleite und wochenlangen Unannehmlichkeiten für die Bahngäste.

Dienstagabend 19:20, Mönchengladbach Hauptbahnhof, Gleis 7: Der "Maas-Wupper-Express", im Volksmund auch gerne als "Kiffer-Express" bezeichnet, quittiert die fahrplangemäße Zwangspause zum Richtungswechsel mit einer temporären Disco-Lightshow. Da beim rhythmischen An-Aus der kompletten Zugbeleuchtung an Weiterlesen nicht zu denken ist, strecke ich vage neugierig den Kopf aus dem Fenster und erspähe auf dem Bahnsteig meinen Lieblings-Zugbegleiter, einen distinguierten, stets ausnehmend höflichen und zuvorkommenden älteren Herrn mutmaßlich arabischer, nordafrikanischer, vielleicht auch türkischer Herkunft. 

Besänftigend lächelnd erklärt er die elektrotechnischen Kapriolen mit der Alterschwäche des Materials und stellt in Aussicht, das Flackern werde aufhören, sobald der Lokführer seinen Platz im Führerstand des, nach dem Fahrtrichtungswechsel, nunmehr vorderen Waggons eingenommen habe. "Naja," sage ich "müssen ja jetzt nicht mehr lange durchhalten, die alten Züge." - "Ein bisschen aber schon noch." erwidert  der vorbildliche Bahn-Bedienstete. Meinen verwunderten Gesichtsausdruck quittiert er mit der lapidaren Feststellung: "Die Eurobahn hat Probleme."

Im weiteren Verlauf des Gespräches erfahre ich, dass die Zugbegleiter der Bahn von ihren Vorgesetzten darüber in Kenntnis gesetzt wurden, dass ihre Dienste auf der Strecke zwischen Venlo und Mönchengladbach auch nach der Übernahme des Maas-Wupper-Express durch die Keolis-Eurobahn am 13. Dezember  für vorraussichtlich weitere drei Monate benötigt werden. Die Eurobahn schaffe es nicht, die von niederländischer Seite vorgeschrieben Vorgaben für den grenzüberschreitenden Personenverkehr zu erfüllen. Soweit er das mitbekommen habe gehe es wohl unter anderem um vorgeschriebene Niederländisch-Kenntnisse des Zugpersonals.

Bis die Eurobahn ihre Mitarbeiter entsprechend geschult hat werden die Fahrgäste von Venlo Richtung Düsseldorf und Hamm erst ab dem Gladbacher Bahnhof in den Genuss der schicken neuen "Flirt"-Züge kommen. Dabei ist in beiden Fahrtrichtungen jedes Mal Umsteigen angesagt, da zwischen Venlo und Mönchengladbach bis auf weiteres die Uralt-Züge der Bahn verkehren. Man darf jetzt schon gespannt sein, ob die schönen neuen Keolis-Bahnen in Gladbach auf die Fahrgäste aus Viersen und dem Grenzland warten werden, wenn das altersschwache Gerät der Bahn AG mal wieder von "betriebsbedingten Störungen" heimgesucht wird.

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22.3.09
  Traumberuf Zugbegleiter
Nach wie vor einen Sch***-Job hat das Zugpersonal im Maas-Wupper-Express, wie diese Pressemeldung der Viersener Polizei zeigt:

Am Bahnhof Zugbegleiter mit Steinen beworfen

Polizeibeamte der Wache Nettetal und der EG Drogenpfad nahmen am 21.03.09 gegen 20.00h auf dem Dahlweg in Kaldenkirchen einen 18jährigen arbeitslosen Bochumer vorläufig fest.

Nettetal-Kaldenkirchen - 22.03.2009 - 00:28 - Der junge Mann steht im Verdacht, den Zugbegleiter des RE 13 (Hamm – Venlo) beleidigt und mit Schottersteinen beworfen und dabei leicht verletzt zu haben. Auch der Lokführer soll von ihm beleidigt und bespuckt worden sein. Zuvor war der 18jährige vom Zugbegleiter am Bahnhof Kaldenkirchen aus dem Zug verwiesen worden, weil er kein Zusatzticket für die Weiterfahrt nach Venlo hatte. Offensichtlich war er über den Verweis derart erbost, dass er sich zu den oben genannten Tathandlungen hinreißen ließ. Der Zug konnte seine Fahrt erst mit 20 Minuten Verspätung fortsetzen.

Im Rahmen der Fahndung wurde der Bochumer auf dem Drogenpfad in Richtung Venlo angetroffen. Den Beamten der EG Drogenpfad war er bereits bestens bekannt, da wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Beleidigung gegen ihn bereits ein dreimonatiges Aufenthaltsverbot für den Grenzbereich zu Venlo in Nettetal erlassen worden war. Ein neues Aufenthaltsverbotsverfahren wurde eingeleitet. Nach der Personalienfeststellung konnte der Mann seinen Rückweg nach Bochum antreten.

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6.1.09
  Winterbilder und Bahnabenteuer
Nach dem Motto „unverhofft kommt oft“ musste ich mich wegen einer Krankheitsvertretung gestern Mittag doch noch Richtung Düsseldorf aufmachen. Deshalb gibt es die Bilder zum Wintereinbruch in Dülken erst heute als Nachschlag. Weil es ansonsten nach einer recht deftigen Arbeitswoche ausschaut, wird, sofern keine spektakulären Dinge passieren, die Berichte-Dichte in den nächsten Tagen wohl eher gering ausfallen. Den frostigen Temperaturen angemessen beschränkt sich der Tien auf die Aufrechterhaltung der notwendigsten Vital-Funktionen und spart seine Energien auf, um bei Bedarf wieder zielgerichtet losschlagen zu können.

Winter in Dülken:


Abschließend noch ein kurzes Update unserer beliebten Reihe „Was macht eigentlich die Bahn noch so?“. Hier gibt es ambivalentes zu vermelden: gab es gestern ausnahmsweise mal ein erfreuliches Erlebnis bezüglich Pünktlichkeit und Verlässlichkeit, wusste das sympathische Verkehrsunternehmen heute auf Anhieb seinen Ruf als „Mutter des Chaos" wieder herzustellen. Jedenfalls war heute Morgen am Dülkener Bahnhof auch der letzte Pendler endültig und nachhaltig geweckt, nachdem der Regionalexpress Richtung Hamm sich scheinbar pünktlich dem Bahnhof näherte, jedoch anstatt anzuhalten mit geschätzten 120 kmh an den verdatterten Fahrgästen vorbeibretterte. Besondere Würze verschaffte dieser Szene der Umstand weitgehend vereister Bahsteige und die damit einhergehende eingeschränkte Bodenhaftung der Wartenden.

Die Information, dass es sich hierbei um den längst überfälligen Vorgänger-Zug handelte erfuhr man dann im nachhinein per Mund-zu Mund-Propaganda von Mitreisenden. Eine entsprechende Lautsprecherdurchsage am Bahnsteig hätte die Situation wahrscheinlich zu langweilig gemacht.

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25.2.08
  Sorgenkind Bahnhof Viersen vor der Genesung

nick Den Viersenern fällt dieser Tage ein großer Stein vom Herzen: Die Meldungen über den Fortschritt der Umbauarbeiten am Bahnhof stimmen die Menschen optimistisch, dass aus dem einstigen Schandfleck tatsächlich einmal ein Schmuckstück werden könnte – so wie es der Projektleiter von Jannissen-Brass/Dannreuther angekündigt hat.

Nachdem diese den Bahnhof von der Stadt erworben hatten und die Bahn die Modernisierungsmaßnahmen ebenfalls vorgezogen hatte, ging es stetig bergauf: Die Arbeiten in der Bahnhofhalle schreiten voran, bald sollen eine neue Decke und ein neuer Boden eingezogen werden, die Fassade ist bereits gestrichen. Auch auf den Bahnsteigen sieht es nun viel besser aus: Neue Pflasterungen machen den Einstieg für alle sicherer und die neuen Schilder, Uhren und die elektronischen Anzeigen sind nicht nur nützlich, sondern werten auch das Erscheinungsbild für Ein- und Aussteigende auf. Die eingebauten Aufzüge machen den Viersener Bahnhof erstmals barrierefrei.

In die alte Schalterhalle im Entree ist bereits eine Filiale der Bäckereikette Pesch eingezogen, öffentliche Toiletten und weitere Geschäfte sollen bald folgen. Wenn es im Bahnhof innen dann wieder tiptop aussieht, will die Stadt auch in die nähere Umgebung investieren: Ein komplett neuer Vorplatz mit Abstellplätzen für Fahrräder, eine neue Haltestellenanlage für den Busverkehr und ein riesiger Parkplatz auf der Rückseite des Bahnhofes sollen entstehen, letzteres, wenn der Tunneldurchbruch geschafft ist, an dem zurzeit rege gearbeitet wird.

So sollen spätestens Ende 2010 der Viersener Bahnhof und sein bisher ebenfalls nicht gerade einladendes Umfeld komplett saniert und endlich kein Schandfleck mehr sein. Es scheint, dass die Stadt Viersen mit den Investoren Jannissen-Brass/Dannreuther einen Glücksgriff getan hat – wer weiß, wie es sonst weiter gegangen wäre mit dem Viersener Sorgenkind, das nun endlich „flügge“ und gesund zu werden scheint.

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11.2.08
  Morgens um Acht...

...ist die Welt noch in Ordnung an der Bahnlinie Venlo-Hamm.

Abends sieht die Sache aber schon anders aus. Das Szenario im Maas-Wupper-Express wird immer bedrohlicher, die Stimmung im Zug von Tag zu Tag aggressiver. Heute gab eine neue Variante des Haschmich-Spiels zwischen schwarzfahrendem Drogen-Prekariat und dem zunehmend überforderten Sicherheitspersonal.

Ein paar Schlaumeier hatten sich mit Steckschlüsseln ausgestattet, die auf die Verbindungstüren zwischen den Abteilen passten. Ob nun aus "Spaß" oder, um sich die ungeliebten Security-Männer vom Leib zu halten - jedenfalls mit dem Ergebnis, dass Fahrgäste, die in Gladbach den Zug verlassen wollten, zuerst das Bahnpersonal mit Rufen und Klopfen alarmieren mussten. Die Reisenden waren in ihrem Abteil schlicht eingeschlossen worden.

Auf der Strecke zwischen Mönchengladbach und Dülken wiederholte sich das Spiel, das vorletzte Abteil war abermals von den Koffieshop-Touris abgeriegelt worden, diesmal allerdings "nur" einseitig, so war in Dülken immerhin das Aussteigen möglich. Bis dahin durfte man sich allerhand Gefeixe über die gelungene Blockade-Aktion anhören, garniert mit den üblichen Helden-Geschichten, wer wem zuletzt aus welchem Beweggrund "die Fresse eingeschlagen" habe.

Am Bahnhof Dülken konnte man dann beobachten, wie ein Zug-Sheriff jenseits der versperrten Tür mit einer johlenden Meute lamentierte, während sein Kollege heldenhaft über den Bahnsteig zum abgeriegelten Wagen sprintete, um diesen von außen zu entern. Wie es schien, waren die beiden im Gegensatz zu ihren Kontrahenten nicht im Besitz eines passenden Werkzeugs zur Türentriegelung.

Es sei den wackeren Bahn-Bediensteten zu wünschen, dass sie die Situation noch irgendwie in den Griff bekommen haben. Für die Berufspendler wird der tägliche Heimweg per Bahn jedenfalls immer mehr zum reinen Horror-Trip. Ob daran die beschlossene Privatisierung der Hamm-Venlo-Strecke irgendetwas ändern kann? Wahrscheinlicher ist wohl, dass die in diesem Zusammenhang angekündigten Videokameras im Zug nicht allzu lange überleben werden.

Aufgezeichnet von einem, der sich nur allzu gerne sein romantisierendes Bild vom friedlich-versonnenen Love&Peace-Kiffer bewahrt hätte und nicht wirklich versteht, wie die Dinge so aus dem Ruder laufen konnten.

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8.1.08
  Die Bahn kommt...
Dienstag 7:30 Uhr am Bahnhof Dülken: pünktlich zum Ende der Weihnachtsferien hat sich die Regionalbahn von Venlo nach Hamm (im Volksmund auch liebevoll Kiffer-Express genannt) wieder auf ihre gewohnten 10 Minuten Verspätung eingependelt. Der Bordfunk bietet wahlweise "verspätete Übergabe aus dem Ausland" und "kreuzende Güterzüge" als Erklärung.
Schön, auch im neuen Jahr nicht auf die vertrauten Eigenarten des sympathischen Transportunternehmens verzichten zu müssen...

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Ein Hinweis aus gegebenem Anlass:


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