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18.11.09
Live-Tipp Spezial: Marianne Dissard in Boisheim (Do.)Foto: Dave Good
Chanson-Pop aus dem Calexico-Dunstkreis
Conny's-Betreiber Peter Breidenbach streut mal wieder rare musikalische Perlen unters niederrheinische Publikum. Die französische Songwriterin Marianne Dissard machte zuletzt Furore mit ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Americana-Rock-Legenden Calexico. Lebt deren aktuelles Album doch nicht zuletzt von der Kombination der Calexico-typischen halluzinierenden Tex-Mex-Visionen mit dem rauchig-verträumten Chanson-Gesang Dissards.
Hier noch in Tucson/Arizona, am Do. bei Conny's: Marianne Dissard
Auf ihrer aktuellen Europa-Tournee macht Marianne Dissard übermorgen, am Donnerstag, den 19.11., Station in Boisheim. Einlass 19 Uhr, Beginn 21 Uhr, VVK 10 Euro, AK 12 Euro. Begleitet wird die Chanteuse von einer Band die zum Teil aus Calexico-Mitgliedern besteht. Prädikat: ganz seltene Gelegenheit, absolut empfehlenswert - nicht verpassen!
Auf unsere neugierige Nachfrage, wie denn das erste Electro-Wohnzimmer-Event in Boisheim gelaufen sei, antwortete Co-Organisator Thomas Brüggeman per E-Mail:
Sonntag war richtig stark. Knapp 50 mutige Niederrheiner ließen es sich nicht nehmen entweder im Club-Bereich der feinen elektronischen Musik zu lauschen oder wahlweise in der hinteren Lounge eine kühle Erfrischung zu genießen. Die Stimmung und Resonanz war erfreulicherweise positiv und eine Wiederholungstat durchaus erwünscht. Fast schon schnuckelig war es dann sogar bis tief in die Nacht, da alle begeistert, in gewollt wohnlicher Athmosphäre, einfach keinen Abschied nehmen konnten.
Im Anhang sende ich noch 4 Bilder aus jener Nacht:
Mirja auf der „Durchreise“Mirja Boes las am 12.02.09 im Connys in Boisheim aus ihrem Buch „Boese Tagebücher“
Nachdem "Chef" Dieter die Sache ja zu heiß war (siehe Vorbericht), sollte ich mir nun die Finger verbrennen. Die Vorzeichen bei mir sind aber etwas anders, denn im Gegensatz zu ihm sehe ich Mirja Boes gerne im Fernsehen und fand auch ihr letztes Comedy-Bühnenprogramm, das ich 2007 in Krefeld sah, sehr unterhaltsam. Die Vorab-Hörproben zum aktuellen Hörbuch fand ich ebenfalls sehr witzig. Ohne Vorurteile, aber mit hohen Erwartungen machte ich mich also auf den Weg Richtung Boisheim
„...und schreib nicht wieder alles so positiv. Ich fand es echt eine ziemliche Abzocke!“ Mit diesen Worten verabschiedete sich mein Kumpel Daniel vor seiner Haustür, machte die Beifahrertür zu und ging durch den verregneten Amerner Abend. Ganz so drastisch fand ich es jetzt nicht, aber den Kern seiner Aussage kann ich gut nachvollziehen. Aber erst mal an den Anfang des Abends.
Von der schnellen Truppe: Frau Boes in Boisheim
Heute Abend war es endlich soweit. Nachdem Mirja im Dezember schon nach ihrem letzten Auftritt im Emporium in Dülken nochmals im Connys als Gast vorbeigeschaut hatte, war heute sie der Grund, dass sich der Gartensaal im Connys schnell füllte. Kurz nach 20 Uhr kam dann auch die attraktive Ex-Boisheimerin an ihren Lesetisch und wurde laut bejubelt. Die „Homecoming Queen“ war also wieder im Lande. Mirja las verschiedenen Geschichten aus ihrem Buch, die man teilweise schon aus ihrem letzten Comedy-Programm kannte. Dem Publikum gefielen diese lokal geprägten Anekdoten, die aus ihren Tagebüchern aus den 80ern und frühen 90ern bestanden sichtlich gut und es wurde herzhaft gelacht. Auch bei mir flossen teilweise die Tränen vor Lachen. Nach knapp 45 Minuten gab es eine, so Mirja, „Pils-Pause“. Im zweiten Teil ging es auch munter weiter mit Geschichten über Sonnenbänke, Versuche mit Katzen und wehleidige Männer. Etwas abrupt war dann allerdings schon nach einer weiteren halben Stunde Schicht, und das übliche „ Zuschauer fragen den Autor“ sparte sich Mirja mit den Worten „Hat jemand Fragen? Ist ja auch alles klar. Schönen Abend noch“.
Anschließend gab es die übliche Möglichkeit, sich das Buch oder das Hörbuch bei der Autorin mit einer Widmung versehen zu lassen. Ein Blick auf die Uhr verriet, dass es noch recht früh war und sich Frau Boes gerade mal etwas mehr als eine Stunde Zeit für ihre alte Heimat genommen hatte. Bei einem Eintrittspreis von immerhin 15 Euro war dies definitiv zu wenig. Jetzt kann man auch den verärgerten Spruch vom Anfang des Berichtes verstehen.
Kaum vorgelesen, schon signiert...
Fazit: das Wort „Kurzweilig“ hat hier eine ganz neue Bedeutung bekommen. Sicherlich amüsant und charmant vorgelesen, aber es überwog doch der Eindruck, dass sich die Autorin in ihrer alten Heimat ruhig etwas mehr Zeit hätte nehmen können um einem nicht das Gefühl zu vermitteln, dass sie sich wirklich nur auf der Durchreise befindet. Um es mit den Worten ihres Alter Ego „Möhre“ zu sagen: „Das waren leider keine 20 cm Mirja, höchstens 12!"
Aus meiner herzhaften Geringschätzung des humorschaffenden Wirkens von Mirja Boes habe ich an dieser Stelle nie einen Hehl gemacht. Als Titanic-Leser der ersten Stunde und bedingungsloser Gefolgsmann deren humorkritischen Sammelpseudonyms Hans Mentz hängt meine persönliche Messlatte einfach zu hoch, um den Darstellungskünsten von Frau Boes auch nur ein Mindestmaß an Vergnügen abgewinnen zu können. Taucht die Boes im Fernseh auf, langt meine Hand in zuverlässigem Pawlowschen Reflex in Richtung Fernbedienung.
Andererseits bin ich als Macher dieses aufstrebenden kleinen Internet-Magazins, das sich nicht einmal zu schade ist, im Kopf der Seite mit Zitaten dubioser Provinzpolitiker zu werben, zu lokalpatriotischem Opportunismus geradezu verpflichtet. Und das in desem Fall um so mehr, als sich mit der Dülkener Buchhandlung Doetsch und Boisheims Kneipen-Urgestein Conny's gleich zwei unserer Anzeigenkunden zusammengetan haben, um die gebürtige Boisheimerin Mirja zu einer Lesung in ihr Heimatdorf zu locken.
Vor dem Hintergrund dieser publizistischen Zwickmühle erscheint das freudliche Angebot des Schreiber-Kollegen Udo Gröbbels, sich für Tien Anton der Boesschen Lesung in Conny's Come In berichterstatterisch anzunehmen, als optimale Lösung für alle Beteiligten: ich selbst brauche mich nicht mehr zu verbiegen als ich es durch diese vergleichsweise ausführliche Ankündigung ohnehin schon getan habe, der drohende Verlust der überlebenswichtigen Anzeigenkunden ist vorerst abgewendet und der liebe Udo kommt für Lau zu einer Spitzen-Comedy-Lesung mit Lokalkolorit.
Nachtrag: Conny's-Betreiber Peter Breidenbach teilte uns soeben per E-Mail mit, dass die Veranstaltung komplett ausverkauft ist.
Endlich ist es soweit: die Session-freie Zeit bei Conny's ist vorbei! Ab sofort gibt es am gewohnten Donnerstags-Termin wieder die Möglichkeit für Musiker, gemeinsam die Möglichkeiten von Groove und Improvisation auszuloten. Vom Novizen bis zum gestandenen Jazzer ist jeder eingeladen, auf der Bühne sein bestes zu geben. Offene Jazzsession bei Conny's Come-In in Boisheim, morgen, Donnerstag, den 30.10., Inlass 19:00, Beginn 20:00, Eintritt frei.
Jan Klare Nach der musikalischen Saison-Eröffnung mit Bluesman Coen Wolters am vergangenen Wochenende wird bei Conny's in Boisheim nun auch der Jazz-Donnerstag wiederbelebt. Den Anfang macht der "sentimentale Klangforscher" Jan Klare mit seinem Bandprojekt Klan Jare:
"Kitsch und Kunst, Konvention und Eigensinn – das sind die Spannungsfelder in denen das Quartett agiert. Vier Jahre lang spielte sich Klare mit gleichgesinnten Musikern im Dortmunder Jazz-Club Domicil von A bis Z durch das Realbook. Was schließlich in die CD jA to zZ mündete, wird jetzt mit der Band Klan Jare in der Besetzung Saxophon, Schlagzeug, zwei Keyboards weiter entwickelt. Dazu konzeptionierte Klare ein Repertoire unter dem Arbeitstitel Kommerzielle Musik: Stücke von Monteverdi, Burt Bacharach, Jimi Hendrix, Billy Strayhorn, Bach und daneben eigene Kompositionen sind Ausgangspunkt für sentimentale Interpretationen und archaische Klangforschungen." Text: Hans-Peter Glockenbaum Conny's Come In, Nettetaler Straße 159, Donnerstag, 09.10.2008, Eintritt: 9.00 € , ermäßigt: 7.00 €, Einlass: 19:00, Beginn: 20:00
dmai Soeben erreicht mich bisher unveröffentlichtes Dokumentar-Material zu meinem legendären Boisheimer Bungee-Sprung. In zwei wunderbaren Aufnahmen hat RP-Fotograf Franz Busch junior die ganze Dramatik des Geschehens festgehalten - danke, Franz!
Lassen wir nun die Bilder und die Akteure für sich sprechen: Tien Anton (Dieter), Reporter Ralf und das dicke Seil in "Dieters großer Sprung" (vielen lieben Dank noch mal an Ralfi für seinen heldenhaften Einsatz hinter der Kamera und die sonntägliche Videoschnitt-Sonderschicht!):
dmai Er hat sich tatsächlich getraut, der Tien! Und dadurch, dass diese Zeilen nun hier zu lesen sind, ist auch klar: der Acker bebte zwar, aber das planmäßig von den Bässen der Musikanlage und nicht etwa, wie boshafte Zungen vorher gemunkelt hatten, vom Aufprall unseres nikotinentzugsbedingt temporär übergewichtigen Berichterstatters auf der Boisheimer Scholle.
Neben dem dicksten dülkener gab es vor Ort aber auch noch den ältesten deutschen Bungee-Springer zu bewundern. Helmut Wirz tingelt mit seinen stattlichen 83 Jahren noch für die Jungs von bungeemotion über die Lande und beweist auf verschiedenen Events, dass es für's Bungee-Jumping keine Altersgrenze gibt.
Bungee-Oldie Wirz beim Smalltalk mit RP-Fotograf Franz-Heinrich Busch d. J.
"Ich war früher Fallschirmspringer, und als ich ich vor 8 Jahren das erste Mal etwas von Bungee-Springen hörte war für mich klar: das musst Du ausprobieren." Seinen ersten Sprung absolvierte der rüstige Rentner im zarten Alter von 75 Jahren bei Bungee-Pionier AJ Hackett in Neuseeland. Seitdem hat ihn die Leidenschaft für den Gummiseil-gebremsten Freifall nicht mehr losgelassen.
Hier noch mit festem Boden unter den Füßen: Die fleißigen HelferInnen von der KLJB Boisheim
Den spektakulären Überblick aus der Bungee-Gondel über's Party-Gelände wollten sich auch Feten-Organisator Marco Jäkel und seine Crew nicht entgehen lassen. Also hieß es: alle Mann (und Frauen) rein in den Korb und aufwärts ging's für einige Erinnerungsfotos aus der Vogelperspektive.
...Fortsetzung (mit spektakulären Bildern vom Reporter-Sprung in die Tiefe) folgt, sobald unser Bewegtbild-Experte R. Weber mit dem Videoschnitt durch ist (Go, Ralfi!)...
So viel Konzert wie am Samstag war selten. Schön für die Partygänger, manchmal nicht so toll für die beteiligten Bands. Während in Boisheim, wo im ausverkauften Conny's Come InFools Garden gastierten, kaum noch ein Durchkommen war, feierten Fine und ihre Gäste eine tolle Rock-Party in Dülken im proppenvollen Bürgerhaus a.k.a. Emporium.
Fine-Sängerin Jill im Dülkener Bürgerhaus/Emporium
Leidtragende dieser beiden erfolgreichen Veranstaltungen waren Sheik Yerbouti mit ihrer Frank Zappa Tribute Show in der Viersener Trafostation. Angesichts der übermächtigen Konzert-Konkurrenz fanden sich hier lediglich um die 50 Aufrechte, die Zeugen eines grandiosen Auftritts wurden, der mit etwas mehr Publikum sicherlich für alle Beteiligten noch mehr Freude gebracht hätte.
Toll, aber leider nicht voll: Sheik Yerbouti in der Trafostation
Dann gab es ja auch noch den Cover-Rock-Abend im Saal Birgit, da dürfte es auch nicht viel besser ausgesehen haben als in der Trafostation, denn Cover gab es im Emporium schließlich auch reichlich. Etwas bessere Absprache der Viersener Gastronomen und Veranstalter sowie gegenseitige Berücksichtigung der Termine wäre eine tolle Sache um so eine Situation zukünftig zu vermeiden, findet Tien Anton. Einfach mehr miteinander Reden!
Unsere Wochenend-Tipps beginnen mit einer Absage für Donnerstag, den 27.03.: Das geplante Konzert von Belasco und Im Grunde Knut bei Conny's muss leider ausfallen.
Freitag, 28.03.:
Conny's Come-In:Poetry-Songs-Sprach-Varieté mit Faltsch Wagoni:"Ob Rap, Chanson, a-capella oder Rock (gespielt auf dem Leder-Rock!) – immer finden sie eine überraschende musikalische Umsetzung für ihre waghalsigen sprachlichen Trapez-Akte. Da fließt viel ein, was sie auf ihren Gastspielreisen fürs Goethe-Institut in Afrika, Amerika oder Osteuropa an Tönen aufgeschnappt haben." Eintritt: 10.00 € Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Trafostation:Girl-Pop-Punk aus Kölle mit Lili - Im Anschluss Party! VVK: 8 €, AK: 10 € Emporium im Bürgerhaus Dülken: ProstiTUNES Electro-Party Mit den DJs: Sam Maxwell (New Mission) Kai Minique (New Mission) xtrA (Meilenstein) Karten nur an der Abendkasse 7 € 21.30 Uhr - open End
Und noch ein ungekürzter Veranstalter-Text bei Tien Anton. Der hier ist so schön poetisch formuliert und dazu noch wahr:
Donnerstag, 13.03.2008 Jazz Jam Session bei Conny's
Auf der Bühne verbiegt sich ein Saxofonist im Scheinwerferlicht, Chorus um Chorus quillt aus seiner Kanne, während der Drummer ihn gnadenlos nach vorne peitscht, der Pianist ihn mit satten Blockakkorden füttert und der Mann am Kontrabass Perle um Perle auf seine Viertelnotenkette reiht. Sardonisch lächelnd wartet ein Trompeter am Bühnenrand auf seinen Einsatz, um aus seinem Horn noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. die Fensterscheiben schwitzen mit den Musikern um die Wette, das Bier fließt in strömen, während das euphorische Publikum jeden Solisten feiert wie eine Lokalrunde.
Jam-Session im Connys-Come-In, das ist etwas ganz besonderes. Hier spielen gestandene Profis ganz selbstverständlich neben jungen Amateurmusikern, die grade ihre ersten Gehversuche in Sachen Improvisation machen, keiner wird ausgeschlossen, jeder darf auf die Bühne und wird mitgenommen und von der Band getragen.
Die Einzigartigkeit dieser Atmosphäre hat sich mittlerweile herumgesprochen, die Sessions bei Connys gelten als die stimmungsvollsten und lebendigsten am ganzen Niederrhein, hier trifft sich die Szene, hier wird gefachsimpelt und gejammt, alle haben Riesenspaß, und immer gibt es jede menge gute Musik um die Ohren.
Eine Veteranin der New Yorker Underground-Rock-Szene konnten die Besucher im Conny's am Samstag erleben. "If I had ever been here, I would have come back!"- spätestens mit diesem charmant-ironischen Kompliment hatte die gereifte Punk-Chanteuse Little Annie das Boisheimer Publikum am Wickel.
Aufmerksam bis andächtig folgten die Konzertbesucher den dargebrachten Chanson-Versionen gut abgehangener uramerikanischer Blues-Rock-Balladen. Kongenial begleitet vom grandiosen Paul Wallfisch am Piano ließ die "kleine" Annie mit den großen Augen ihr amerikanisches Sängerinnen-Leben in den schon tausendmal gehörten Worten von "Love" bis "Lost" Revue passieren. Die großen Wahrheiten sind alle schon gesagt, also gilt nur noch das "wie".
Von manisch schrill bis flüsternd und stöhnend, dann wieder mit echtem schweren Blues in der Stimme. Annie mal ganz allein, mal ein komplettes Straßenkreuzungs-Palaver-Szenario imitierend. Beeindruckend.
Noch einmal der Hinweis auf ein Konzert der Sonderklasse heute abend in Conny's Come-In in Boisheim: Zeitloser Indie-Folk-Pop mit Pajaro Sunrise. Jose Gonzales meets Jack Johnson meets Simon & Garfunkel. Hierzulande noch als Geheimtipp gehandelt, konnten Pepé Lopez und Yuri Méndez daheim in Spanien mit ihrem Debut-Album bereits einen veritablen Charts-Erfolg landen.
Als kleiner Vorgeschmack hier ihr Musikvideo "Sunday Morning Birds":
Und das ist noch nicht alles im Conny's diese Woche. Am Samstag präsentieren uns die Boisheimer eine weitere Indie-Pop-Perle: Paul Wallfish kommt schon zum dritten Mal ins Conny's. Der New Yorker Burlesque-Rocker und Metropolen-Chansonnier wird diesmal unterstützt von Little Annie, die auf eine Vielzahl fruchtbarer Kooperationen verweisen kann in so unterschiedlichen Stilrichtungen wie Dub, Punk und Chanson. Ein in ihrer Biografie zitiertes Lob aus dem Munde Frank Zappas über einen Auftritt Annies in den 1980er Jahren macht uns endgültig neugierig auf den Samstagabend in Boisheim.
Verwirrung und Kompetenz (Ich bin ein Boisheimer... Teil 2)Laut diesem RP-Online-Artikel zum Thema Domainjacking bei www.boisheim.de hat sich jetzt die Stadt Viersen zu den Vorgängen geäußert. Wenn Wirtschaftsförderer Thomas Küppers dabei einräumt, es sei "einiges nicht sehr bürgerfreundlich gelaufen" ist das schon ein erfreuliches Maß an Selbstkritik, aber die Veröffentlichung von Sex-Shop-Tipps auf www.boisheim.de als "unglücklich" zu bezeichnen, ist natürlich nur die halbe Wahrheit und verschweigt das geballte Maß an Inkompetenz mit dem hier seitens der Stadt agiert wurde. Wir besprachen das Szenario mit dem Düsseldorfer IT-Consultant Markus Eckartz, der unsere Einschätzung teilt: "Dieses 'Unglück' hätte man selbstverständlich von vorneherein vermeiden können, wenn man mit sich mit dem damaligen Domain-Betreiber zusammengesetzt hätte." so Eckartz. "Man hätte eine Übergabe-Vereinbarung für die Domain treffen können und auf diese Weise gewährleistet, dass die Domain nahtlos an die Stadt Viersen übergeht. Mit der bloßen Aufforderung an Herrn Strysio, die Domain aufzugeben hat man die Kontrolle leichtfertig aus der Hand gegeben."
Ich bin ein Boisheimer, schmeißt mich hier raus...
...aus dem Internet nämlich. Lokalredakteur Ludger Peters beschreibt heute in einem interessanten Artikel auf RP-Online, was alles peinliches passieren kann, wenn man das Internet jemandem überlässt, der sich offenkundig nicht damit auskennt, in diesem Fall den Verantwortlichen der Stadt Viersen. Der Rausgeschmissene, der Boisheimer Günter Strysio, hatte sich eigentlich schon länger damit abgefunden, dass er aufgrund der aktuellen Gesetzeslage die Domain www.boisheim.de an die Stadt Viersen abgeben musste. Als er aber Ende letzter Woche noch einmal nachschauen wollte, was die Stadt Viersen denn jetzt mit ihrer neuen Boisheim-Domain so anstellt, bekam er einen derartigen "Hals", dass er die Viersener Lokalpresse alarmierte. "Dass das so ein großer Artikel würde, hätte ich nicht gedacht", so Strysio. Auf unsere Nachfrage versicherte Günter Strysio, dass man daran arbeite, die in elf Jahren aufgebauten Strukturen und Inhalte der alten Boisheim-Seite demnächst unter einer anderen Web-Adresse wieder zugänglich zu machen. Man darf gespannt sein, wer schneller am Start ist, die Viersener oder die Boisheimer Webmaster. Und was wird jetzt aus www.duelken.de? Wir bleiben dran...
Donnerstag ist Jazz-Tag
Für Jazz-Liebhaber immer einen Besuch wert: der Donnerstag bei Conny's in Boisheim. Die Termine im Januar: 3.01.2008 Bianca Körner Quintett, 17.01.2008 Tobias Hoffmann's Fallschirme und 24.01.2008 Esther Berlansky. Nicht zu vergessen natürlich die immer spannende offene Jam-Session zum Mitmachen bei freiem Eintritt am 10. Januar!