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Tien Anton
Das lokale Webmagazin aus Dülken für die Region VIE und das Grenzland
1.4.09
  Melon Club: gelungene Premiere
Auf unsere neugierige Nachfrage, wie denn das erste Electro-Wohnzimmer-Event in Boisheim gelaufen sei, antwortete Co-Organisator Thomas Brüggeman per E-Mail:

Sonntag war richtig stark. Knapp 50 mutige Niederrheiner ließen es sich nicht nehmen entweder im Club-Bereich der feinen elektronischen Musik zu lauschen oder wahlweise in der hinteren Lounge eine kühle Erfrischung zu genießen.
Die Stimmung und Resonanz war erfreulicherweise positiv und eine Wiederholungstat durchaus erwünscht. Fast schon schnuckelig war es dann sogar bis tief in die Nacht, da alle begeistert, in gewollt wohnlicher Athmosphäre, einfach keinen Abschied nehmen konnten.

Im Anhang sende ich noch 4 Bilder aus jener Nacht:

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28.3.09
  Dancefloor und Dancehall
Gleich von zwei (neuen?) Locations gilt es zu berichten, die wir bisher noch nicht auf dem Schirm hatten.



Zum einen gibt es offenbar jemanden mit Namen Ben, der versucht in den Räumlichkeiten der Viersener Tanzschule Fauth gepflegte Dance-Abende zu etablieren. Dort ist gleich heute die nächste Sause angesagt. Diesmal mit den DJs Mark Kay und David Rivera aus dem Düsseldorfer Sub.



Außerdem erreichte uns elektrische Post aus Rheydt. Das liegt zwar gefühlt am alleräußersten Rand unserer Wahrnehmung und Zuständigkeit, die für unsere Gegend doch recht außergewöhnliche musikalische Ausrichtung des Fudubanga-Projekts ist uns aber definitiv eine Meldung wert. Dort wollen die Betreiber eine Alternative zu Charts-Mucke und Mainstream bieten und präsentieren den Nachtschwärmern stattdessen eine extrem tanzbare Mischung aus Reggae-, Latin- und Worldmusic-Beats. Muss ich mir unbedingt angucken!

Fudubanga: Tanzen zu Reggae, Dancehall und Afro-Beat

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26.2.09
  Viersens Grüne und die "Heiße-Mädchen-Nacht"
Presseerklärung zur Viersener Disco Joy55 abgegeben

Für Viersens Grüne gehört die Tien Anton Website bisher anscheinend (noch) nicht zur täglichen Pflichtlektüre, sonst wäre Frau in Person der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Martina Maaßen wohl schon eher auf das seltsame Frauenbild der Joy55-Betreiber aufmerksam geworden.

Jedenfalls haben die Viersener Grünen nun sogar eine Presseerklärung zum Thema herausgegeben, nachdem Disco-Betreiber Guido Frings auf eine E-Mail-Anfrage zum Thema nicht reagierte. Zwar haben wir das Thema hier schon ausgiebig diskutiert, wollen aber unseren Lesern die grüne Sichtweise der Dinge nicht vorenthalten:

Viersens neue Diskothek mit zweifelhafter Aktion

Viersen hat nun endlich wieder eine Diskothek. Dies ist sehr zu begrüßen, den Betreibern für ihr Engagement zu danken und viel Erfolg zu wünschen. Getrübt wird aus Sicht der Viersener Grünen jedoch der gute Start mit einer geplanten zweifelhaften Aktion am Wochenende, der Hot Girl Night. Mittels einer Prämie von 10 Euro sollen Frauen dazu animiert werden im Minirock oder Hot Pants die Disco zu besuchen und somit zum Gelingen der angekündigten Hot Girl Night beizutragen.

„Diese Reduzierung von Frauen auf ihre Körperlichkeit halte ich für nicht tragbar“, meint Fraktionschefin Martina Maaßen und ergänzt: „Dies hat nichts mit Prüderie oder Spießigkeit zu tun. Es geht hier darum, gerade jungen Frauen bewusst einen finanziellen Anreiz zu bieten sich „aufreizender“ zu kleiden damit diese Teil einer „Heißen-Mädchen-Nacht“ werden.“

Insbesondere im Lichte des Anfang März stattfindenden Internationalen Frauentages ist diese Aktion sehr kritisch zu sehen. Das Viersener Frauenforum bemüht sich seit vielen Jahren an diesem Tag mit Veranstaltungen Frauen zu stärken, Frauensichten in die Gesellschaft zu tragen und aufmerksam zu machen auf geschlechtergerechte gesellschaftliche Teilhabe, Sexismus und Zwangsprostitution. „Die Aktion der Diskothek Joy 55 steht diesem Bemühen konträr entgegen“, so Martina Maaßen.

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4.2.09
  Disco, Go-Go, No-Go?
Wie immer erreichten uns zu unserem gestrigen Disco-Bericht neben den öffentlichen Kommentaren auch Mails von Lesern, die es vorziehen, sich nicht öffentlich zu äußern. Dafür waren die Stellungnahmen zu Viersens neuer Disco und ihrem Betreiber Guido Frings um so eindeutiger: „Windiger Typ aus der Disco- und Event-Szene...“, „...betreibt eine GoGo-Girls- und -Boys-Agentur“, „...überkleben Plakate anderer Veranstaltungen.“.

So richtig viele Freunde scheint Frings, der bis vor kurzem die „Party-Factory“ auf der Gladbacher Straße betrieb, sich in Viersen bisher jedenfalls nicht gemacht zu haben. Betrachtet man ihre Aussagen im RP-Bericht zum Thema, scheinen aber immerhin Viersens notorischer Jugend-Freund Thomas Weber (Jugend aktuell) und Bürgermeister Thönnessen kein Problem damit zu haben, die 16- bis 18-jährigen Söhne und Töchter der Stadt demnächst stundenweise den Verfechtern einer, bei allem grundsätzlichen Wohlwollen doch leicht halbseiden anmutenden, „Coyote Ugly“-Kultur anzuvertrauen.


Tanzt für das "Joy55": Das Ally McBeal-Baby - Copyright? - Egal!

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3.2.09
  From Disco to Disco

Viersen bekommt 'ne Disco, wie Leser Daniel schon vor einiger Zeit im Forum berichtete – „Endlich, das wurde aber auch Zeit!“ ist man geneigt zu sagen und RP-Online startet eine seiner notorischen "Ohr am Puls des Bürgers"-Online-Umfragen, die auch prompt eine hohe Zustimmung zur Neugründung ermittelt. Sogar die Titelgeschichte im heutigen Grenzland-Kurier widmet sich dem Disco-Thema, wie die flüchtige Sondierung der Zeitung des Nachbarn heute morgen im Treppenhaus zeigte.

Auch wenn wir nicht in den Chor derjenigen einstimmen wollen, die komplett-Wirt und DJ Budda in seinem Grußwort im Disco-Gästebuch mit "Noch nix passiert, aber schon wird erst mal wieder alles runtergemacht..." so treffend charakterisiert, gibt es doch einige Punkte im aktuellen Auftritt des Joy55, die uns zumindest nicht in lautstarken Jubel ausbrechen lassen. Skeptisch stimmt uns die im ersten Flyer signalisierte doch recht offensive Ausrichtung auf die Taschengeld-Börsen der Generation Klingelton. Die mäßig originellen Konzepte „Ü-16“ und „Ü-25“ (neiiin, nicht schon wieder Ü-irgendwas!) bestärken jedenfalls nicht zwingend unsere Hoffnung auf so etwas wie gepflegte Club-Kultur in Viersen.

Nicht besonders glücklich in unseren Augen auch die Idee, zur "Hot Girl Night" mit Minirock oder Hotpants bekleideten Mädels den Eintritt zu erlassen und Freiverzehr im Wert von 10 Euro zu gewähren. Niemand erwartet in einer Disco einen Hort der Emanzipation, die avisierten Gogo-Girls verbuchen wir auch gerne positiv unter „ huiuiui ganz schön gewagt für das piefige Viersen...!“, aber den weiblichen Besuchern für das zur Schaustellen ihrer körperlichen Vorzüge einen finanziellen Anreiz zu bieten offenbart doch ein, milde ausgedrückt, gewöhnungsbedürftiges Frauenbild. 



Immerhin erscheint das Betreiber-Ehepaar im RP-Artikel mit Bild und Namen, eine Offenheit, die leider weder auf der Homepage noch in der ansonsten durchaus freundlichen und offenen Antwort auf unsere E-Mail-Kontaktaufnahme zu Tage tritt. Dort geht das „Team Joy55“ auch auf unsere Frage ein, warum man nicht die Gelegenheit genutzt habe, von Anfang an konsequent als Nichtraucher-Location durchzustarten: dies sei zur Zeit "noch nicht durchzusetzen".

Bei aller Kritik wünscht Tien Anton den Machern auf jeden Fall viel Erfolg mit ihrem Projekt und vor allem, dass es gelingt, dem Joy55 eine eigene Handschrift und eine persönliche Note zu verpassen. Noch eine seelenlose Location, die spürbar nur auf Kommerz ausgerichtet ist, wie beispielsweise das Dülkener Emporium, braucht auch in Viersen kein Mensch.

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6.9.08
  Viersen Underground
I

dmai Irgendwo in einem Industriegebiet am Rande der Viersener Innenstadt. Freitagabend, kurz vor Mitternacht. Eine flach abfallende Rampe führt zur Kellertür eines alten Fabrikkomplexes. Gedämpfte Musik-Fragmente klingen durch Milchglasscheiben, hinter denen die Silhouetten junger Nachtschwärmer zu sehen sind. Am Eingang nehmen dezent postierte Security-Männer die nächtlichen Besucher in Augenschein. Alles ist professionell organisiert.

Der Club-Betreiber -nennen wir ihn einfach mal: Jürgen- wirkt zufrieden: "Allzu viel müsste man hier gar nicht mehr ändern, um aus dem Ort eine reguläre Location mit gültiger Konzession zu machen." Er weist auf stählerne Klappen in den Wänden eines Seitengangs. "Das sind die alten Lüftungsschächte, da bräuchte man nur noch Ventilatoren einzubauen. Die Toiletten sind auch neu."


Die Bässe wummern, computergesteuerte Lichtwerfer projizieren farbige Kaleidoskope und psychedelische Animationen auf die weißen Betonwände der schlauchförmig angeordneten Kellerräumlichkeiten. Auffällig gut aussehende und fröhlich gestimmte junge Menschen in großer Zahl haben schon kurz nach Öffnung der Türen die geheimen Katakomben in Beschlag genommen. Das Bedürfnis nach elektronischer Tanzmusik abseits des Chart-Mainstreams scheint riesig zu sein.

Und die Mund zu Mund Propaganda funktioniert, teilweise sogar besser als von Jürgen beabsichtigt: "Als wir in den Wochenend-Tipps einer lokalen Zeitung eine unserer Partys erwähnt sahen, wurde uns schon etwas mulmig, spätestens da stand der Entschluss fest, das Ganze jetzt mal langsam zu beenden." Einmal im Monat konnte man seit nunmehr einem Jahr im Keller-Club zu House- und Technobeats abtanzen.

Heute, am letzten Abend, zieht Jürgen Bilanz: "Nach etwas zähem Anfang hatte sich die Adresse bald herumgesprochen, und mittlerweile haben wir einen richtig guten Namen in der Szene. Das hat dazu geführt, dass wir schon namhafte DJ-Größen hier am Start hatten." So eine am Rande der Legalität betriebene Location genießt halt per se schon mal einen gewissen Nimbus innerhalb der verschworenen deutschen und europäischen Club-Szene.

Möglicherweise geht es nach Jürgens Absprung sogar doch noch weiter im mittlerweile so beliebten Viersener Keller-Club. Es sollen sich jedenfalls schon Interessenten gemeldet haben, die sich vorstellen können, die für die Erteilung einer regulären Diskotheken-Konzession notwendigen Investitionen aufzubringen. Für Viersens Nachtleben wäre das allemal ein Gewinn.

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26.2.08
  Elektronisches Wohnzimmer
Ralf mag elektronische Tanzmusik - deshalb hat er uns auch sofort per Mail benachrichtigt, als er dies hier entdeckte: mit dem Elektro-Bunker, Ringstraße 7 gibt es in Viersen erstmals eine Location, die sich explizit an die Liebhaber/-innen von Minimal-, Progressiv-, Techhouse- und Electronicabeats wendet.

Lediglich einmal im Monat öffnet der Club seine Pforten für die Elektro-Jünger.

Das nächste Mal am Samstag, 1. März (siehe Litfaßsäule)

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Ein Hinweis aus gegebenem Anlass:


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