Viersens Grüne und die "Heiße-Mädchen-Nacht"
Presseerklärung zur Viersener Disco Joy55 abgegeben
Für Viersens Grüne gehört die Tien Anton Website bisher anscheinend (noch) nicht zur täglichen Pflichtlektüre, sonst wäre Frau in Person der Grünen-Fraktionsvorsitzenden Martina Maaßen wohl schon eher auf
das seltsame Frauenbild der Joy55-Betreiber aufmerksam geworden.
Jedenfalls haben die Viersener Grünen nun sogar eine Presseerklärung zum Thema herausgegeben, nachdem Disco-Betreiber Guido Frings auf eine E-Mail-Anfrage zum Thema nicht reagierte. Zwar haben wir das Thema hier schon
ausgiebig diskutiert, wollen aber unseren Lesern die grüne Sichtweise der Dinge nicht vorenthalten:
Viersens neue Diskothek mit zweifelhafter AktionViersen hat nun endlich wieder eine Diskothek. Dies ist sehr zu begrüßen, den Betreibern für ihr Engagement zu danken und viel Erfolg zu wünschen. Getrübt wird aus Sicht der Viersener Grünen jedoch der gute Start mit einer geplanten zweifelhaften Aktion am Wochenende, der Hot Girl Night. Mittels einer Prämie von 10 Euro sollen Frauen dazu animiert werden im Minirock oder Hot Pants die Disco zu besuchen und somit zum Gelingen der angekündigten Hot Girl Night beizutragen.
„Diese Reduzierung von Frauen auf ihre Körperlichkeit halte ich für nicht tragbar“, meint Fraktionschefin Martina Maaßen und ergänzt: „Dies hat nichts mit Prüderie oder Spießigkeit zu tun. Es geht hier darum, gerade jungen Frauen bewusst einen finanziellen Anreiz zu bieten sich „aufreizender“ zu kleiden damit diese Teil einer „Heißen-Mädchen-Nacht“ werden.“
Insbesondere im Lichte des Anfang März stattfindenden Internationalen Frauentages ist diese Aktion sehr kritisch zu sehen. Das Viersener Frauenforum bemüht sich seit vielen Jahren an diesem Tag mit Veranstaltungen Frauen zu stärken, Frauensichten in die Gesellschaft zu tragen und aufmerksam zu machen auf geschlechtergerechte gesellschaftliche Teilhabe, Sexismus und Zwangsprostitution. „Die Aktion der Diskothek Joy 55 steht diesem Bemühen konträr entgegen“, so Martina Maaßen. Labels: Clubbing, Grüne, Klüngel, Viersen