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Tien Anton
Das lokale Webmagazin aus Dülken für die Region VIE und das Grenzland
20.9.09
  Sommer-Nachschlag und Jazz-Nächte
Eine kleine Wochenend-Nachlese

Den Marienkäfern gefiel der Sommer-Nachschlag des vergangenen Wochenendes anscheinend ebenso gut wie uns Menschen. Zumindest brachte die Rückkehr der warmen Temperaturen dieses getupfte Pärchen in unserem Blumenbeet sichtlich in Wallung:

lovebugs


Ein wenig mehr von der da oben demonstrierten Leidenschaft hätte man sich auch manchmal beim diesjährigen Viersener Jazz-Festival gewünscht. Dort war es zwar voll wie lange nicht mehr, trotzdem dominierte bei den meisten Besuchern das Motto "Sehen und gesehen werden". Jedenfalls war die Lehrer-, Architekten- und Rechtsanwalts-Dichte wie üblich recht hoch. Dafür musste man die unter dreißigjährigen mit der Lupe suchen.

Kein Wunder angesichts einer Programmgestaltung, die sich auch in diesem Jahr wieder meist zielsicher zwischen eher langweiligem Mainstream (Till Brönner) und gut abgehangener akademisch gediegener Kost (Oregon) bewegte. Grenzüberschreitungen fanden, wie üblich, wenn überhaupt, dann nur in zaghafter Form statt (Efrat Alony, Alexandra Naumann). Meist setzte man auch bei der Nachwuchs-Präsentation auf stilistisch bewährtes, so waren beispielsweise die Brüder Wasserfuhr zwar brillant, aber eben auch Vertreter eines Contemporary Jazz der letztlich doch eher epigonenhaften Art.

Dass ich den abgespaltenen "Jugendtag" am Sonntag für eine Fehlentwicklung halte, mir die Einbeziehung "jugendbezogener" Programmpunkte über das gesamte Festival verteilt wünschen würde habe ich an dieser Stelle schon im letzten Jahr ausgeführt. Ach ja: und bitte, bitte besorgt fürs nächste Mal einen Caterer, der nicht die halbe Festhalle mit beinahe unerträglichem Bockwürstchen-Aroma verpestet!



Einige Impressionen vom Jazz-Wochenende

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8.9.09
  Kinder-Jazz und Elektro-Pop
Heute ganz viel "Tien" in der RP

Freudige Überraschung bei der morgendlichen Web-Zeitungs-Lektüre: nach längerer Zeit hat es mal wieder ein Artikel von mir in die Online-Ausgabe der RP geschafft. Der Bericht "Falsche Töne gibt es nicht" beschreibt meine Eindrücke vom Jazz-Workshop für Kinder mit Ali Haurand in der Kreismusikschule am vergangenen Wochenende. Mit Angeboten wie diesem wird einmal mehr deutlich, dass es in Viersen überdurchschnittliche gute Möglichkeiten für junge Musiker gibt. Was Haurand, Brigitta Nolte und Tobias Kremer hier für den Jazz-Nachwuchs leisten findet im Bereich Rock und Pop seine Entsprechung in der Arbeit der Rock-Kultur-Werkstatt oder dem Viersener Bandwettbewerb "Young Talents".


Machen Jazz mit Kindern: Kremer, Haurand und Nolte (hinten, v.l.n.r.)

Apropos RKW: dort probt unter anderem jene Band, deren Bandportrait ich schon vor einiger Zeit in die Viersener RP-Redaktion gemailt hatte und das just heute, ebenso wie der oben erwähnte Text den Kulturteil des Grenzland-Kurier ziert, wie ich eben beim zufälligen Blick über die Schulter eines Bahn-Mitreisenden feststellen konnte. Am Bericht über Autopilot ist übrigens schon allein das großartige Bandfoto von Franz Busch junior den Preis für die Zeitung wehrt. Heute deshalb ausnahmsweise mal unser unverhohlener Schleichwerbe-Tipp: kauft die Rheinische Post (Lokalausgabe Viersen)!

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22.4.09
  Charlie Mariano im Weberhaus
Der heutige Beitrag unserer Tien Anton Musikwoche widmet sich der Frage: was würde ich tun, wenn ich am kommenden Freitag nicht ein paar 18-jährigen musikalischen Ausnahme-Talenten bei der Arbeit zuschaute? Dann würde ich höchstwahrscheinlich einem 85-jährigen Ausnahme-Musiker bei der Ausübung seines Berufs lauschen. Mit Charlie Mariano gastiert im Süchtelner Weberhaus einer der großen Altsaxophonisten der Jazzgeschichte.

Ali Haurand schreibt über ihn:"Es gibt nicht mehr viele Musiker, die von sich behaupten können, dass sie mit Dizzy Gillespie oder Erroll Garner in einer Band gespielt haben, in den legendären Big Bands eines Stan Kenton und Charles Mingus gesessen sind und später auch noch wesentliche Impulse für das Jazzgeschehen in Europa gegeben haben."

Dem bleibt hinzuzufügen, dass Mariano neben den Verdiensten, die er sich - als Amerikaner - um den europäischen Jazz erworben hat, auch eine der prägenden Figuren in der Geschichte von Jazzrock und World Music ist. Ein eindrucksvolles Beispiel für letzteres bietet diese Aufnahme mit der indischen Sängerin R.A. Ramamani aus dem Jahr 2007:



Hier zur Abwechslung in der Geschmacksnote "indisch": Charlie Mariano

Beim Konzert im Süchtelner Weberhaus wird Mariano begleitet von "The Trio": Gerd Dudek - Tenorsax, Sopransax; Rob van den Broeck - Piano und Ali Haurand - Bass. Freitag, 24.04., Viersen-Süchteln, Hochstr. 10, Beginn: 20:30 Uhr, Eintritt € 13.- / ermäßigt € 8.-

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6.11.08
  Klezmer-Legende Feidmann in der Festhalle
Lebende Legende:
Klarinetten-Virtuose Giora Feidmann

„Lang lebe Giora, seine Klarinette und seine Musik! Er schlägt Brücken zwischen Generationen, Kulturen und sozialen Unterschieden und er tut es mit vollendeter Kunst!“ Dieses enthusiastische Urteil Leonard Bernsteins über einen begnadeten Künstler besitzt bis heute unverändert Gültigkeit.

Der in New York lebende jüdische Musiker, Oscar-prämiert für sein Spiel der Filmmusik zu Schindlers Liste, gilt als der Magier der Klarinette und ist einer der bekanntesten Vertreter der jüdischen Klezmer Musik. Kaum beschreibbar, was er mit seiner Klarinette auf der Bühne anstellt: wie sie lacht und weint und erzählt. Wo er das Konzertpodium betritt, begeistert der Universalkünstler sein Publikum immer wieder aufs Neue. Nach Viersen kommt der Klarinettist mit seinem aktuellen Programm „Dance of Joy“ in Begleitung von Guido Jäger am Kontrabass und Jens Uwe Popp an der Gitarre. Die Programmfolge enthält zahlreiche, bis dahin noch nicht zur Aufführung gekommene neue Werke. Zu hören sein werden aber auch traditionelle und zeitgenössische Klezmersongs, Kompositionen von George Gershwin, Chick Corea, Gustav Mahler und Scott Joplin sowie klassische Meisterwerke von Mozart bis Bach. Der Traum von der Umsetzung einer Musik jenseits aller Schranken ist für Giora Feidman längst Wirklichkeit geworden.

Dienstag, 11. November, 20.00 Uhr, Dance of Joy - Giora Feidman Trio. Giora Feidman (Klarinette), Guido Jäger (Kontrabass), Jens-Uwe Popp (Gitarre). Festhalle Viersen, Hermann-Hülser-Platz 1, Viersen. Stadt Viersen, Fachbereich Schule, Kultur und Sport - Kultur, Info: Tel. 02162/101466 oder 101468

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29.10.08
  Jazz-Session in Boisheim
Markus Türk, Foto: Conny's
Endlich ist es soweit: die Session-freie Zeit bei Conny's ist vorbei! Ab sofort gibt es am gewohnten Donnerstags-Termin wieder die Möglichkeit für Musiker, gemeinsam die Möglichkeiten von Groove und Improvisation auszuloten. Vom Novizen bis zum gestandenen Jazzer ist jeder eingeladen, auf der Bühne sein bestes zu geben. Offene Jazzsession bei Conny's Come-In in Boisheim, morgen, Donnerstag, den 30.10., Inlass 19:00, Beginn 20:00, Eintritt frei.

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7.10.08
  Donnerstag wieder Jazz-Tag
Jan Klare
Nach der musikalischen Saison-Eröffnung mit Bluesman Coen Wolters am vergangenen Wochenende wird bei Conny's in Boisheim nun auch der Jazz-Donnerstag wiederbelebt. Den Anfang macht der "sentimentale Klangforscher" Jan Klare mit seinem Bandprojekt Klan Jare:

"Kitsch und Kunst, Konvention und Eigensinn – das sind die Spannungsfelder in denen das Quartett agiert. Vier Jahre lang spielte sich Klare mit gleichgesinnten Musikern im Dortmunder Jazz-Club Domicil von A bis Z durch das Realbook. Was schließlich in die CD jA to zZ mündete, wird jetzt mit der Band Klan Jare in der Besetzung Saxophon, Schlagzeug, zwei Keyboards weiter entwickelt. Dazu konzeptionierte Klare ein Repertoire unter dem Arbeitstitel Kommerzielle Musik: Stücke von Monteverdi, Burt Bacharach, Jimi Hendrix, Billy Strayhorn, Bach und daneben eigene Kompositionen sind Ausgangspunkt für sentimentale Interpretationen und archaische Klangforschungen." Text: Hans-Peter Glockenbaum

Conny's Come In, Nettetaler Straße 159,
Donnerstag, 09.10.2008, Eintritt: 9.00 € , ermäßigt: 7.00 €, Einlass: 19:00, Beginn: 20:00

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21.9.08
  Melodisch ist das neue "Free"
Der Samstag beim Viersener Jazz Festival

dmai Auf angenehme Weise Lügen gestraft wurde der Korrespondent am gestrigen Samstag in der Viersener Festhalle. Nicht nur, dass die Bude, im Gegensatz zum Freitag, richtig voll war, auch die Altersstruktur war erfreulich gut gemischt wie schon lange nicht mehr an gleicher Stelle. Um das Glück des Berichterstatters vollkommen zu machen, gab es auch noch eine Häufung innovativer Momente wie es sie ebenfalls lange nicht gegeben hat beim Viersener Festival.

Harter-Kern-Verzücker: Three Fall im Festhallenkeller

Die Highlights waren dabei, wie so oft, weniger auf der großen Bühne als auf den vermeintlichen Nebenschauplätzen, der Bühne 2 in der Musikschule und dem architektonisch nach wie vor scheußlich misslungenen aber gnädig ausgeleuchteten Festhallenkeller zu entdecken. Eben dort überzeugten ein weiteres Mal die im gestrigen Bericht schändlicherweise verschwiegenen Youngster von Three Fall: frisch, frech und unbekümmert durften sie das Samstagsfinale für den harten Kern der Jazzfans gestalten. Eine Aufgabe, der sich Lutz Streun (ts, bcl), Till Schneider (pos, Sousafon, Didgeridoo) und Sebastian Winne (dr) wie schon am Vorabend mit Bravour entledigten.

Flirt mit dem Viersener Publikum: Eddie Gomez Trio

Zuvor hatten die Routiniers Eddie Gomez mit seinem Trio und Jean Luc Ponty mit Band souveräne Auftritte auf der Main Stage in der Festhalle absolviert. Gomez wusste sich die Sympathien des Viersener Publikums frühzeitig zu sichern, verglich er doch deren akustische Qualitäten mit denen der New Yorker Carnegie Hall. Pontys routinierte Fusion Jazz Darbietung hatte zwar nicht mehr allzu viel von der anarchischen Aufbruchstimmung seeliger Jazzrock-Glanzzeiten, bot aber immer noch genügend musikalische Qualität, das Publikum zu ausgiebigen Beifallskundgebungen zu animieren.

Routinierte Fusion Jazz Performance: Jean Luc Ponty Band

Richtig spannend war es, einmal mehr, im Tropenholz-Rondell der kleinen Bühne in der Jugendmusikschule. Der blinde Akkordeonist Otto Lechner und sein kongenialer Mitspieler Arnaud Méthivier schufen mit ihren "Quetschkommoden" wahre Gänsehaut-Atmosphäre. Sehr emotional und einen riesigen musikalischen Reichtum wie aus einem niemals versiegenden Füllhorn über das gebannt lauschende Publikum ausgießend, in stetigem Fluss improvisierend ohne ins technisch-virtuose abzudriften. Ein Erlebnis, standing ovations.

Keine Zeit für Zwischenapplaus: Duo Lechner/Méthivier

Dem in nichts nach stand das ungewöhnliche Duo-Projekt von Heinz Sauer und Michael Wollny. Satte 46 Jahre Altersunterschied machten den ganz besonderen Charme dieser Kooperation aus. Einfach köstlich, mit anzusehen, wie da die musikalische Altersweisheit Sauers und die Tendenz zum jugendlichen Übermut bei Wollny in einer ganz eigenen, sehr persönlichen Improvisationsform mündeten.

Jung und Alt in fruchtbarer Kooperation: Duo Sauer/Wollny

Allen spannenden Projekten auf den Nebenbühnen gemein war der kollektive Abgesang auf die brachial-geräuschlastigen Improvisationsformen der Free-Jazz-Tradition. Das Melodische ist wieder da!

Nachtrag: Wer Ottmar Nagels Bericht auf RP-Online nachlesen möchte, der u. a. auf das erste Konzert auf der Hauptbühne am Samstag eingeht, das ich mir wie schon tags zuvor "geklemmt" hatte, kann dies hier tun. Dort gibt es noch ein paar Zeilen von mir zum Geschehen auf Bühne 2.

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20.9.08
  Viersener Fluchtreflexe, multipler Mädchen-Jazz und feiner Hardbop
Kurzbericht vom ersten Tag beim Viersener Jazz Festival

dmai Spät eingelaufen und so Fay Claassen und Rashied Ali leider nicht sehen können. Letzterer muss, laut einem Gewährsmann, beim Auftakt auf der Hauptbühne derart "free" agiert haben, dass es einige Besucher förmlich von den Sitzen gerissen hat, nicht etwa vor Begeisterung sondern um die Flucht zu ergreifen. Einige sollen sogar schnurstracks zur Garderobe gelaufen und wehenden Umhangs den Rückzug vom Festivalgelände angetreten haben. So etwas gibt es, glaube ich, nur noch in Viersen. Nur hier hat offensichtlich der Typ Jazzfestival-Besucher überlebt, der in der Erwartung bierseeliger Dixieland-Klänge eine solche Veranstaltung besucht. Wenn's nicht so traurig wäre, könnte man glatt drüber lachen

Gähn: gefälliger Mädchen-Jazz von Rigmor Gustafsson

"Sehr melodisch" soll es dagegen bei der Performance der niederländischen Chanteuse Fay Classen zugegangen sein. Lassen wir mal so stehen, trifft in jedem Fall auch auf die Darbietung des zweiten "Main Acts" auf der Festhallen-Bühne zu. Dort intonierte die schwedische Sängering Rigmor Gustafsson gefälligen Lounge Jazz der eher wenig aufregenden Sorte.

Gut: geheimnisvoller Mädchen-Jazz mit Cyminology

Ganz anders dagegen die nächste weiblich dominierte Performance, nämlich der Auftritt der Band Cyminology auf Bühne 2. Hier mischten Sängerin und Komponistin Cymin Samawatie und ihre grandiosen musikalischen Begleiter einen äußerst spannenden und kurzweiligen Cocktail aus klassischer persischer Lyrik, aufregendem Ensemble-Spiel und hypnotisch-modernem Jazzgesang. Stark.

Versönliches Finale dann auch auf Bühne 1: The Cookers machten definitiv keine Gefangenen. Mit schnörkellos vorgetragenem Hard Bop und dem vorwärtstreibenden Groove gleich mehrerer Dekaden Jazz-Geschichte legte die All Star Formation einen fulminanten Auftritt hin. Großer Jubel, immer wieder Szenenapplaus, Anfeuerungsrufe und-Pfiffe aus dem leider nur zu knapp zwei Dritteln gefüllten Parkett.

Ganz großes Kino: Das Hard Bop All Star Ensemble The Cookers

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18.9.08
  Was geht am Wochenende?


Freitag, 19.09.:

Vorabi-Party des Nettetaler Werner-Jaeger Gymnasiums in der Kaldenkirchener Disco King's. Venloer Straße 15, Beginn 21:00, Eintritt 6 €.

Eröffnungsabend beim Jazz Festival Viersen. Headliner auf der großen Bühne sind das Rashied Ali Quintett, Rigmor Gustafsson & Band, sowie die amerikanische Hard Bop Formation The Cookers. Auf den Bühnen 2 (kleiner Saal) und 3 (Festhallenkeller) spielen Fay Claassens "Red, Hot and Blue" (NL), Cyminology (D/Iran/USA) und Three Fall.

Samstag, 20.09.:

Einweihung der neuen BMX-Bahn am Hohen Busch. Das 4000 Quadratmeter große Areal an der Josef-Kaiser-Alle am Stadion Hoher Busch wird um 15:00 offiziell seiner Bestimmung übergeben. Die im Umkreis von 300 Kilometern einzigartige Anlage soll in Zukunft Fun-Sportler weit über das Grenzland hinaus anlocken. Nach der Einweihungszeremonie demonstrieren BMX-Fahrer ihr Können. Es gibt Musik, Kaffe, Kuchen und Gegrilltes.

Zum Elektro-Event MIXME2Madness im Kaldenkirchener King's bringen die niederländischen Veranstalter 16 bekannte DJs aus Deutschland und Holland an den Start. In der Area 1 wird Hardstyle, Jump, Oldschool, Classic und Earlyrave aufgelegt. In der Area 2 gibt es House, Elektro, Techno, Schranz und Hardtechno. Beginn: 21:00, Eintritt 8 €.

Ü-30-Party im BaCa, Kaldenkirchen. Neben Rock-, Pop- und Partymusik mit DJ René oder DJ Robert gibt es Live-Musik mit der Bon Jovi Coverband Bad Medicine (Wir schätzen mal,. es handelt sich um diese Band - denn die hier spielen ja an dem Tag schon in Palatine/Illinois/USA) Bahnhof Kaldenkirchen, Einlass ab 21:00, Ladies Night: Frauen bis 23:00 Eintritt frei.

Die belgische Swing & Roots Blues Band Rhythm Bombs ist zu Gast im Kaldenkirchener "Home of Blues", der Kneipe Tach!. Kehrstrasse 6, Kaldenkirchen, Info: 02157-126910.

Große Namen beim Viersener Jazz Festival: Das Finale am Samstagabend bestreitet der französische Geiger Jean Luc Ponty mit seiner Band. Einst einer der Protagonisten des Jazz-Rock unter anderem mit dem Mahavishnu Orchestra und in der Band von Frank Zappa ist die Musik Pontys aktuell dem Fusion Jazz zuzuordnen. Der davor mit seinem Trio auftretende Kontrabassist Eddie Gomez wurde von Bass-Ikone Charles Mingus kurz vor dessen Tod zu seinem Stellvetreter ernannt. Außerdem auf der großen Bühne: die NDR Big Band feat. Susi Hyldgard und Nils Landgren. Im kleinen Saal spielen das Otto Lechner & Arnaud Méthivier Duo sowie das Duo Heinz Sauer & Michael Wollny. Den Abend beschließen im Festhallenkeller Three Fall, die bereits zuvor um 18:00 in der Generatorenhalle einen Auftritt bei freiem Eintritt absolvieren.


Lang, lang ist's her: der junge Jean Luc Ponty
spielt seine Geige für Frank Zappa und "Montana"


Sonntag, 21.09.:

Zum Salsa über die Grenze: im nördlich von Venlo gelegenen Velden findet das Latin-Dance-Event Salsa Jungle statt. Ab 16:00 gibt es dort mehrere Workshops für Beginner und fortgeschrittene Zouk- und Salsa Tänzer. Ab 19:00 geht es dann weiter mit großer Salsa-Party bis 00:30. Dabei gibt es diverse Solo-, Paar-, und Gruppen-Tanzvorführungen. Taurus World, Rijksweg 181, Velden/NL. Eintritt: Workshops: VVK: 15 €, AK: 17,50 €; Party: VVK 12,50 , AK 15 €. Info & Tickets: www.salsavenlo.nl

Junior's Jazz Open ist der programmatische Titel des letzten Tages beim Viersener Jazz Festival. In und vor der Festhalle gibt es Jazz und mehr für Kleine und Große. Draußen und gratis sind ab 11:30 Pelemele mit Rockmusik für Kinder und der Maulwurf aus der "Sendung mit der Maus". Drinnen gibt es ab 13:30 Programm mit "Jazz mit Kick", einem spielerischen Jazz-Konzert für Grundschüler sowie dem Jugendchorprojekt "The Power of Voice" und der Big Band der Kardinal-von Galen-Schule aus Mettingen im Münsterland.

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15.9.08
  Wer geht hin?
Jazz Festival Viersen nur für Studienräte, Ärzte, Architekten und Rechtsanwälte?

dmai
Jazz-Veranstaltungen im Raum Viersen stoßen beim jüngeren Publikum üblicher Weise auf wenig bis gar keine Resonanz. Ein Umstand, den wir an dieser Stelle nicht nur einmal bedauert haben und den auch die in Viersen maßgeblich das Jazz-Geschehen antreibenden Kräfte wahrnehmen. Ali Haurand, Viersener Kontrabass-Legende und künstlerischer Leiter des Viersener Jazzfestivals wie auch der Düsseldorfer Jazz Rally, bekommt glänzende Augen, wenn er von seinen Gastspielen in Osteuropa berichtet: "Da sind die Hälfte der Zuschauer zwischen zwanzig und fünfundzwanzig, das ist einfach großartig, bei uns aber leider unvorstellbar."


Jazz Festival Viersen: wird im regulären Programm zu wenig gewagt?

Und was tun Haurand und die Verantwortlichen vom Kulturamt der Stadt, um das Viersener Festival für die jüngeren Musikfreunde interessanter zu gestalten? Da gibt es den Festival-Sonntag, wo unter dem Titel Junior's Jazz Open von der WDR-Maus bis zum Jugendchor bzw. -orchester für alle jugendlichen Altersklassen etwas geboten wird. Diese Hinwendung zum jungen Publikum bis hin zum Vorschulalter ist sicherlich aller Ehren wert und kann vielleicht sogar den ein oder anderen zukünftigen Jazz-Fan hervorbringen. Andererseits stellt solch ein eigener "Jugend-Tag" aber auch einen Akt der Ausgrenzung dar. So schön er für die Kleinen sein mag, so sinnlos ist er in Bezug auf Jugendliche und junge Erwachsene.

Die empfinden so etwas - mit Recht - lediglich als gönnerhafte Attitüde der altehrwürdigen Jazz-Kenner-Garde der wohl situierten und saturierten Viersener Studienräte, Ärzte, Architekten und Rechtsanwälte. Welcher junge Mensch im fortgeschrittenen Teenager-Alter geht denn zum Beispiel freiwillig noch zum Kinderarzt? Das wäre doch zu peinlich! Bezogen auf's Viersener Jazzfestival bedeutet das: Rahmenprogramm für Kinder vor der Festhalle? Ja bitte! Jugendprojekte wie Jugendchor oder -orchester, ja, aber dann bitte ins ganz normale Tagesprogramm integriert, etwa jeweils als Opener.

Ansonsten: bitte vermehrt versuchen, ins reguläre Programm auch Acts einzubauen, die im Grenzbereich zwischen Jazz und Jugendkultur angesiedelt sind. Berührungspunkte sind doch da, sei es im HipHop, in der vielfältigen Clubkultur der elektronischen Tanzmusik oder auch bei dem ein oder anderen schräg-ambitionierten Projekt aus der Indie-Pop-Ecke. Denkbar wäre da vieles. Einfach mal etwas mehr wagen. Es kann eigentlich nur Gewinner geben.

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17.5.08
  Tiptons, Haurand, Mariano
Tiptop in Form - The Tiptons aus Seattle

Freitag für einen RP-Bericht im Süchtelner Weberhaus beim Konzert der Tiptons gewesen. Als kleine Abwechslung zur Jury-Arbeit beim Young Talents Bandwettbewerb tat es richtig gut, mal wieder ein Jazz-Konzert zu besuchen. So ganz verstehe ich ja nicht, warum der Jazz für die jungen Leute heutzutage so wenig Bedeutung hat. Lesen die doch, genau wie wir früher auch heute noch ihren Hermann Hesse. Bei Jazz-Konzerten sucht man die Jugend dagegen leider vergebens. Ich bin mir nicht sicher, welche Offenbarung uns als Jugendliche damals nachhaltiger geprägt hat - Hesse lesen oder doch eher Chet Baker hören?
Die Tiptons waren jedenfalls in blendender Form und Spiellaune und lieferten eine energie- und spaßgeladene Performance der Sonderklasse ab. In ihrem Hexenkessel rührten die vier Powerfrauen nebst hervorragendem Schlagzeuger ein heißes Gebräu aus Mardi Gras, Klezmer, Balkan-Beats und Acapella-Improvisationen an. Standing Ovations im ausverkauften Haus.

Charlie Mariano
Kämpft gegen den Krebs: Charlie Mariano

Ebenfalls immer wieder ein besonderes Erlebnis ist ein Pausenschwätzchen mit Viersens Godfather of Kontrabass, Ali Haurand. Der Mann ist die reinste Geschichtenmaschine, zu jedem Stichwort weiß Ali eine Anekdote zu berichten und - für mich mit meinem Gedächtnis von der Konsistenz eines zerrupften Spinnennetzes besonders verblüffend - er hat auch noch zu jedem Ereigniss die passende Jahreszahl parat.
Auch eine weniger schöne Information erhielt ich auf diesem Wege. Saxophonist Charlie Mariano, langjähriger Freund Haurands und als gebürtiger Amerikaner eine der prägenden Persönlichkeiten des europäischen Jazz ist schwer an Krebs erkrankt - Tien Anton wünscht dem Ausnahme-Musiker und liebenswerten Menschen Mariano auf diesem Wege alles Gute und die Kraft, uns noch möglichst viele Gelegenheiten zu schenken, seiner Musik lauschen zu dürfen.

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28.3.08
  Vokaljazz in Tommy's Workshop
Ein wahres Kleinod der Livemusik-Szene in der Region beherbergt die private Musikschule Tommy's Workshop in Viersen: der kleine Veranstaltungssaal im Hinterhof bietet intime Club-Atmosphäre und vielfach hochkarätige Künstler, so auch am kommenden Sonntag:
Annie Sellick and Pat Bergeson, featuring Max Schaaf stehen für Vokaljazz der Extraklasse gepaart mit elegant fließendem Gitarrenspiel: Die charismatische Sängerin und ihr Begleiter kreieren eine intime Atmo­sphäre, in der das Publikum sich entspannt aufgehoben fühlt. Max Schaaf, in Viersen ein guter Bekannter als Mitglied des Joscho-Stephan-Trios, wird die beiden als „special guest“ am Bass begleiten. Die JazzTimes über Annie Sellick: „Sie spielt mit dem Timing, riskiert auch mal hinterherzuhinken, doch opfert nie den klaren Ausdruck, sie zerlegt die Laute wie Anita O'Day und zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Reichweite aus.“
Tommy's Workshop, Gereonsplatz 3, Viersen, Sonntag, 30. März 2008, Beginn 20:00 Uhr, Einlass 19:30 Uhr, AK 12.- Euro, VVK 10,- Euro

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14.3.08
  Tagestipp: Charlie Mariano im Weberhaus

Charlie Mariano in der Viersener Generatorenhalle 2003 ©Dieter Mai

Der Grandseigneur des europäischen Jazz (obwohl er Amerikaner ist): Saxophonlegende Charlie Mariano besitzt mit seinen mittlerweile 84 Lebensjahren immer noch eine phänomenale Bühnenpräsenz.
Wer sich davon überzeugen möchte, kann dies heute im Süchtelner Weberhaus tun. Im Trio mit Ali Haurand, b und Daniel Humair, dr wird Mariano dort die Essenz eines erfüllten Musikerlebens zu Gehör bringen.
Weberhaus, Hochstr. 10a, Süchteln, Beginn 20:30

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12.3.08
  März-Jazz-Session in Boisheim
Und noch ein ungekürzter Veranstalter-Text bei Tien Anton. Der hier ist so schön poetisch formuliert und dazu noch wahr:

Donnerstag, 13.03.2008 Jazz Jam Session bei Conny's

Auf der Bühne verbiegt sich ein Saxofonist im Scheinwerferlicht, Chorus um Chorus quillt aus seiner Kanne, während der Drummer ihn gnadenlos nach vorne peitscht, der Pianist ihn mit satten Blockakkorden füttert und der Mann am Kontrabass Perle um Perle auf seine Viertelnotenkette reiht. Sardonisch lächelnd wartet ein Trompeter am Bühnenrand auf seinen Einsatz, um aus seinem Horn noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. die Fensterscheiben schwitzen mit den Musikern um die Wette, das Bier fließt in strömen, während das euphorische Publikum jeden Solisten feiert wie eine Lokalrunde.


Jam-Session im Connys-Come-In, das ist etwas ganz besonderes. Hier spielen gestandene Profis ganz selbstverständlich neben jungen Amateurmusikern, die grade ihre ersten Gehversuche in Sachen Improvisation machen, keiner wird ausgeschlossen, jeder darf auf die Bühne und wird mitgenommen und von der Band getragen.

Die Einzigartigkeit dieser Atmosphäre hat sich mittlerweile herumgesprochen, die Sessions bei Connys gelten als die stimmungsvollsten und lebendigsten am ganzen Niederrhein, hier trifft sich die Szene, hier wird gefachsimpelt und gejammt, alle haben Riesenspaß, und immer gibt es jede menge gute Musik um die Ohren.

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1.1.08
  Donnerstag ist Jazz-Tag
Für Jazz-Liebhaber immer einen Besuch wert: der Donnerstag bei Conny's in Boisheim.
Die Termine im Januar: 3.01.2008 Bianca Körner Quintett, 17.01.2008 Tobias Hoffmann's Fallschirme und 24.01.2008 Esther Berlansky.
Nicht zu vergessen natürlich die immer spannende offene Jam-Session zum Mitmachen bei freiem Eintritt am 10. Januar!

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Ein Hinweis aus gegebenem Anlass:


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