Im BaCa: Jugendschutz-Razzia in GSG-9-Manier
Jugendliche mit Kabelbindern gefesselt
Im Rahmen der mittlerweile regelmäßig stattfindenden groß angelegten Jugendschutz-Kontrollen in Diskotheken im Kreisgebiet hat es am vergangenen Wochenende das BaCa in Kaldenkirchen "erwischt". Wenig feinfühlig zeigten sich dabei die polizeilichen Einsatzkräfte. Laut BaCa-Betreiberin Silke Langner wurde ihr Lokal in GSG-9-Manier gestürmt, Gäste umgestoßen und Jugendliche mit Kabelbindern gefesselt.

"Mit Kontrollen im Sinne des Jugendschutzes habe ich überhaupt kein Problem. Wir halten selber ständig unsere jungen Gäste an, die entsprechenden Regelungen einzuhalten. Das haben diese auch den Freitagnacht anwesenden Vertretern des Jugendamtes bestätigt. Das martialische Auftreten der Einsatzkräfte mit Sturmhauben und in bester SEK-Manier war allerdings wirklich ein starkes Stück. Neben diesem völlig überzogenen Auftreten der Polizei hat hat es auch niemand von der Einsatzleitung für notwendig erachtet, mit mir als Betreiberin Kontakt aufzunehmen. Ich selber bin auf die Vertreter des Jugendamtes zugegangen, um Kooperation anzubieten." so Langner.
Die von der Viersener Polizei-Pressestelle verbreiteten Zahlen bestätigen Silke Langners Darstellung von einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Jugendschutz: aufgefallen sind bei der Kontrolle 31 Jugendliche. Bei annähernd 1000 Gästen, die an dem Abend das BaCa besuchten eine vergleichsweise gute Quote gemessen an den Zahlen bei früheren Razzien im Brösels in Brüggen und im Knepp in Hinsbeck.
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Fotos des vermissten Daniel


Im
Fall des vermissten 16-jährigen Dülkener Schülers Daniel Busch hat die Viersener Polizei jetzt zwei Fotos veröffentlicht, die helfen sollen, Daniel ausfindig zu machen. Der Vermisste ist ca. 175 cm groß. Er hat eine schlanke, fast schmächtige Figur und dunkelblondes kurzes Haar. Er trägt eine Brille. Zur Bekleidung ist nichts bekannt. Hinweise auf den Aufenthaltsort des Schülers erbittet die Kripo Viersen unter der Rufnummer 02162/377-0.
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Altweiber-Randale
Während sich die einen bestens amüsierten gab es an beiden gestern von uns besuchten Schauplätzen auch in diesem Jahr die scheinbar unvermeidlichen Idioten, deren einzige Möglichkeit zur Selbstbestätigung im Ausleben blanker Gewalt besteht.
Die Altweiber-Bilanz der Viersener Polizei fällt jedenfalls eher ernüchternd aus, wie einige Auszüge aus dem aktuellen Polizeibericht belegen:
Der Schwerpunkt der Einsätze lag erwartungsgemäß in Viersen und Dülken. Entsprechend hatte sich die Polizei mit zusätzlichen etwa 20 Beamten auf das höhere Einsatzaufkommen eingestellt. Die eingesetzten Beamten stellten ein allgemein höheres Aggressionspotenzial fest. Offensichtlich war die Gewaltbereitschaft nicht nur durch Alkoholkonsum bedingt höher als im vorigen Jahr.
Zu massiven Auseinandersetzungen mit alkoholisierten Personen kam es gegen 19:30 Uhr an der Börsenstraße in Dülken. Aus einer Gruppe heraus wurde ein Scheibenwischer eines Streifenwagens abgerissen. Als ein Beamter nach kurzer Verfolgung den mutmaßlichen Täter, einen 25-jährigen Mönchengladbacher, stellen konnte und zum Streifenwagen zurückführen wollte, wurde der Polizist durch Tritte und Schläge von der 20-jährigen Schwester des Verdächtigen angegriffen, die dadurch die vorläufige Festnahme verhindern wollte. Dem 25-Jährigen gelang es vor seiner Ingewahrsamnahme, eine Reizgasflasche zu zücken und die Beamten damit zu attackieren.
Auch in dem Gefangenentransportwagen schlug, trat und spuckte die junge Frau um sich. Später auf der Wache Viersen setzten sich die verbalen Beleidigungen und Bedrohungen fort, so dass sie die Nacht im Gewahrsam verbringen mussten.
Auf dem Sparkassenvorplatz in Viersen kam es gegen 19:30 Uhr zu einer Schlägerei, bei der eine Gruppe von sechs jungen Männern auf drei andere Männer losgingen und diese zusammenschlugen. Nachdem es zunächst verbale Provokationen gegeben hatte zog sich eine Gruppe von drei jungen Männer zurück, um einer weiteren Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen. Die anderen streitsüchtigen Personen folgten ihnen aber und schlugen und traten schließlich grundlos auf das Trio ein. Die Aggressoren flüchteten anschließend. Durch Zeugenaussagen gelang es, fünf der sechs mutmaßlichen Schläger, alle 19 und 20 Jahre alt aus Viersen, in Tatortnähe aufzuspüren und vorläufig festzunehmen.
An der Hauptstraße in Viersen fiel gegen 21:30 Uhr ein 18-jähriger Viersener durch besondere Aggressivität auf. Er provozierte Passanten durch Anrempeln und war offensichtlich darauf bedacht, Streit anzufangen. Auch als Polizisten hinzukamen, um den Aufsässigen zu besänftigen, beruhigte er sich nicht. Die Beamten entschlossen sich daraufhin, den Mann vorübergehend aus dem Verkehr zu ziehen. Gegen die Ingewahrsamnahme sträubte sich der Mann massive und setzte sich mit Tritten und Schlägen zur Wehr. Dadurch wurde ein Polizeibeamter leicht verletzt. Der renitente Viersener hatte in seinem Jackenärmel einen Holzschlagstock versteckt, der zur Gefahrenabwehr sichergestellt wurde. Der junge Mann, der nicht alkoholisiert war, wurde wieder entlassen, als sich sein erhitztes Gemüt beruhigt hatte...
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Alles Zitrone oder was?
Viersens Polizei sorgt sich um die Sicherheit in der Halloween-Nacht und
empfiehlt potentiellen jugendlichen Randalierern das Drapieren von Zitronen vor den Haustüren spendierunwilliger Zeitgenossen als Mittel zum Aggressionsabbau. So könne dem Motto "Süßes, sonst gibt es Saures" hinreichend Rechnung getragen werden. Ein verblüffender Vorschlag, der, konsequent weiter gesponnen, ganz neue Strategien der Deeskalation denkbar werden lässt. So ließe sich etwa der beliebte Sinnspruch "Noch so'n Spruch - Kieferbruch!" durch einen im passenden Moment feierlich überreichten symbolisch geknickten Nadelbaum-Zweig wirksam entschärfen.
Gerne nehmen wir aus der Leserschaft weitere Anregungen naturnaher Anti-Aggressions-Symbolik entgegen. Entsprechende Wortmeldungen bitte als Kommentar zu diesem Beitrag.
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"Häusliche Gewalt" in Viersen eskaliert
Nicht jeder nutzte am Wochenende die Gelegenheit, sich friedlich beim Abrocken auszutoben.
Akkurat listet das Presseportal der Viersener Polizei heute
7 verschiedene Fälle von so genannter "Häuslicher Gewalt" in Viersen und Umgebung allein am vergangenen Wochende auf. Die Beamten vermuten das schwülwarme Wetter als Auslöser für diese ungewöhnliche Anhäufung eines Deliktes, das, betrachtet man die beschriebenen Fälle im einzelnen, genau so gut auch "männliche Gewalt gegen Frauen und Kinder" heißen könnte.

Die Polizei Viersen weist nachdrücklich darauf hin, wie ernst sie solche Fälle nimmt:
Gewalttaten in Lebensgemeinschaften sind keine Kavaliersdelikte, sondern Straftaten, die die Polizei mit aller Konsequenz verfolgt. Grundsätzlich erstattet die Behörde Strafanzeige, wenn die Polizei erfährt, dass es zu Gewalthandlungen zwischen Lebensgefährten kommt. Die Verfolgung und Ahndung dieser Taten liegen im öffentlichen Interesse, den Opfern soll mit der Anzeige von Amts wegen die oft nicht freie Willensentscheidung zum Strafantrag abgenommen werden. Der Wille des Opfers ist im Hinblick auf die Anzeigenerstattung folglich unerheblich. Die Polizei legt großen Wert auf den Opferschutz und die Opferhilfe. Sofern zu befürchten ist, dass die Gewalttaten fortgesetzt werden, verfügt die Polizei zum Schutze der Opfer eine Wohnungsverweisung gegen den/die Beschuldigten/Beschuldigte und verhängt ein 10-tägiges Rückkehrverbot. Den Opfern werden Hilfsmöglichkeiten aufgezeigt, um sich aus dem Gewaltkreislauf befreien zu können.Weitere Hilfsangebote vermittelt das Kommissariat Vorbeugung unter 02162/377-0
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Gähn, schnarch, ratz...
Aus dem Viersener Polizeibricht:

Am Sonntag war kurz nach Mitternacht ein 20-jähriger Nettetaler mit seinem Pkw auf der B 509 in Richtung Nettetal unterwegs. Vor ihm fuhr ein Pkw, der immer langsamer wurde und schließlich auf der Fahrbahn stehenblieb. Der Nettetaler hielt an, um gemeinsam mit seinem Begleiter bei dem Vorausfahrenden nach dem Rechten zu sehen. Sie stellten fest, dass der Fahrer eingeschlafen war, und riefen die Polizei an. Auch beim Eintreffen der Beamten schlief der Fahrer noch tief und fest hinter dem Steuer. In seiner rechten Hand glomm ein Joint.
Die Polizisten weckten den 34-jährigen Niederländer aus Veldhoven und nahmen ihn mit zur Wache. Nachdem er seinen Rauschgiftrausch in der Zelle ausgeschlafen hatte, konnte er nach Hinterlegung einer dreistelligen Sicherheitsleistung am Vormittag die Polizeiwache wieder verlassen. Gegen ihn wird wegen Besitzes von Betäubungsmitteln und Fahrens unter Betäubungsmitteleinfluss ermittelt.
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