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Das lokale Webmagazin aus Dülken für die Region VIE und das Grenzland
Wahlplakat-Wahnsinn Teil III
Der kritischen Worte sind genug gefallen. Nun ist es an der Zeit, der Anmut und Schönheit und der Reinheit des Geistes zu huldigen. Ätherische Harfenklänge und glitzernden Feenstaub bitte - breaking news of the day: Tien Anton ist verliie-hiebt! Bis über beide Ohren! Seit unserer ersten Begegnung am Laternenmast auf der oberen Lange Straße, kurz vor Dammer, ist es um mich geschehen. Für die einen ist sie die tighteste Bitch in der proletarischen Hood, für die anderen die zarteste Versuchung, seit es linke Kader gibt. Oder, um die Kollegen von der
Titanic zu zitieren: Sie ist schon eine rechte Klassebüchs, die Sarah Wagenknecht.
Süße Sirene des Sozialismus: S. WagenknechtDas Beste: Die scharfe Ossi-Braut kandidiert bei der anstehenden Bundestagswahl nicht nur für, sondern wohnt mittlerweile auch in Düsseldorf. Ein Umstand, der mir meine tägliche Fahrt in die Landeshauptstadt nicht unerheblich versüßt, ist es doch immerhin denkbar, dass ich dort dem Objekt meiner Leidenschaft eines Tages sogar leibhaftig begegne. Bis dahin werde ich mir die Zeit mit der Herstellung eines selbstgemachten Sarah-Screensavers versüßen. Material dafür hole ich mir
hier.
Labels: Satire, Wahl
Wahlplakat-Wahnsinn Teil II
Nach dem Verschönerungs-Totalverweigerer von der FDP beschäftigen wir uns in unserer heutigen Plakat-Kritik zunächst mit dem krassen Gegenteil, nämlich einer jegliche Realtität schamlos verleugnenden Komplett-Entknitterung der Grünen-Politikerin Renate Künast. Was beim Konterfei Martin Knaubers fahrlässig versäumt wurde bietet das Abbild der grünen Spitzenkraft im Überfluss: ein wahres Retusche-Massaker.
Als scheinbar willenloses Opfer eines eindeutig übermotivierten Photoshop-Virtuosen lächelt uns eine beinahe faltenfreie, seltsam wächsern anmutende Clowns-Visage entgegen, die tatsächlich noch entfernt an die ehemalige Bundesverbraucherministerin der fast vergessenen Ära Schröder/Fischer erinnert. Eindeutig ein Verdienst des intuitiv ausgleichend tätig gewordenen Plakatklebers, der, durch scheinbare Nachlässigkeit wenigstens einige wenige deutlich sichtbare senkrechte Falten auf das Gesicht der Kandidatin zaubernd, dieser einen letzten Rest an Würde erhalten hat.
Mit Photoshop-Botox gegen die Midlife-Krise: Grüne Künast
Zum Glück sind aber nicht alle Grünen derart aalglatte Karriere-Frauen. Wenigstens auf Kreisebene weiß die ehemalige Protestpartei in Gestalt von Gaby Kelly, ähem, Bailey mit einem vergleichsweise naturbelassenen Pfund zu wuchern:
Grüne Hoffnung im Kreis: der jüngste Spross der Bailey-FamilyLabels: Satire, Wahl
Wahlplakat-Wahnsinn Teil I
Ok, ich geb's zu: anstelle des Kandidaten-Duells der für mich ohnehin gleichermaßen unwählbaren Merkel und Steinmeier habe ich "Simpsons - der Film" geschaut. Dem ein oder anderen Leser ist vielleicht auch schon das Piratenpartei-Logo in der ganz rechten Spalte aufgefallen, das ich hier aus grundsätzlicher Symphathie unentgeltlich platziert habe.
Dass ich den spätestens durch die aktuelle Banken- und Wirtschaftskrise endgültig widerlegten Markt-Kapitalisten von der FDP keinen Meter über den Weg traue, dürfte unter den genannten Umständen wohl kaum verwundern. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle das aktuelle Wahlplakat des "liberalen" Bundestagskandidaten für den Kreis Viersen veröffentlichen. Dokumentiert es doch eindrucksvoll die wahnsinnige Fratze des hemmungslosen Turbokapitalismus. Lieber Martin Knauber, nichts für ungut, aber dafür gehört ja wohl wahlweise entweder der Fotograf oder der Bildbearbeiter gefeuert:
Zum Fürchten: FDP-Plakat mit M. Knauber
Labels: Satire, Wahl
Dancefloor-El-Dorado Dülken
Janissen-Brass baut Großraum-Disco mitten in DülkenDülken Sensationelle Wende im Dülkener Investoren-Roulette: den Zuschlag für die Neugestaltung der weiträumigen Brachfläche im Dülkener Zentrum erhielt jetzt Viersens "Großinvestor vom Dienst" Hans Wilhelm Janissen-Brass. Sein ebenso überraschendes wie spannendes Konzept: anstatt der von anderen Interessenten ursprünglich angedachten Mischung aus Ladenlokalen und altengerechten Wohnungen entsteht zwischen Melchersstiege und Lange Straße eine Großraum-Diskothek mit mehreren Dance-Areas und Erlebnisgastronomie.
"Auf 'altengerecht' macht doch heutzutage jeder, aber wer denkt denn an unsere Jugend? Das mit-ansehen-müssen der allgemeinen Vergreisung kann diese doch nur noch durch Kampftrinken und Dauerparty ertragen. Außerdem müssen Hartz IV und Dispo ja irgendwie verbraten werden." so der umtriebige Investor.

Die Dülkener Innenstadt vor und nach der Umgestaltung zeigt dieser
Entwurf des Architekten-Teams Jannissen-Brass/Dannreuter im ModellEinwände zum Lärmschutz wischt Janissen-Brass beiseite: "Angesichts der völlig überzogenen Mietpreise hier im Dülkener Zentrum steht sowieso die Hälfte der Wohnungen leer, und diejenigen, die Dülken noch nicht den Rücken gekehrt haben, müssen halt jetzt an einem Strang ziehen. Ein guter Lokalpatriot muss auch bereit sein, kleine Opfer zu bringen. Im Gegenzug werden wir Dülken in seiner neuen Rolle als Disco-Metropole am Niederrhein ganz nach vorne bringen."
Viersens Bürgermeister Günter Thönnessen ist denn auch voll des Lobes für den Investor und zukünftigen Diskotheken-Betreiber: "Der Mann hat die Visionen, die Viersen braucht. Wenn man alleine bedenkt, wieviele jugendliche Randalierer in Zukunft nicht mehr nächtens Viersens Straßen unsicher machen, weil sie sich stattdessen in Dülken mit Jägermeister-Red-Bull zudröhnen, einfach härrlisch..."
Labels: 1. April, Satire
Liebe Schüler...

...in Schwalmtal, Nettetal, Viersen und anderswo: auch wenn Ihr nachvollziehbarer Weise einen Riesen-Hals auf die bescheuerten Lehrer habt, die Jennifer aus der 9b euch schon wieder 'nen Korb verpasst hat und Mathe, Reli und SoWi voll Kacke sind - könnt Ihr Euch bittebitte trotzdem in nächster Zeit etwas mehr zurückhalten mit verbalen Unmutsäußerungen diesbezüglich, ja? Wäre das eventuell möglich? Wir haben nämlich unsererseits langsam keinen Bock mehr auf Polizeiberichtsmeldungen wie
diese hier.
Könnt ihr nicht einfach wie früher den Klassentrottel ab und zu in den Schwitzkasten nehmen, den Kurzsichtigen Beinchen stellen und dem Lehrer die Reifen aufschlitzen? Was sagt ihr, geht in Ordnung? Na, dann ist ja alles bene - bitteschön, gern geschehen!
Labels: Satire, Tonne
Satire am Samstag

1000 Meisterwerke
Heute: Guido Frings - "Schabrackenalarm"
Daily Dammer Modern Art Gallery, Dülken

Im Bildnis "Schabrackenalarm" des Künstlers Guido "Joy" Frings wird der Betrachter mit einem eindringlichen Kommentar aktueller gesellschaftlicher Missstände konfrontiert. Der geradezu brutal anmutende hyperrealistische Duktus ist für Frings' Spätwerk ebenso charakteristisch wie die auf eine sakrale Meta-Ebene verweisende Dominanz der Farbkombination schwarz-violett.
Die streng typografisch gehaltene Umrahmung scheint das emotional aufgeladene Bildzentrum beruhigen, entschärfen zu wollen, vermag jedoch die zahlreichen im Haupt-Sujet sublim implizierten Fragestellungen nicht zu verbergen, ja, will dies möglicherweise auch gar nicht. So bleibt es der Imagination des Rezipienten überlassen, die unausgesprochenen Fragen zu formulieren, deren Beantwortung womöglich erst im Kontext des Fringsschen Gesamtwerks zu erfassen ist.
Symbolhaft sind die abgebildeten Personen zwar mit Stiefeln, dafür aber so gut wie hosenlos dargestellt. Eine mehr als nur unterschwellige Anprangerung der aktuellen Situation im hosenerzeugenden Gewerbe, das ja praktisch nur noch in den Lohndumping-"Paradiesen" der dritten Welt stattfindet. Wenn nicht sogar mit Kinderarbeit. Geradezu zynisch der Verweis des Künstlers auf hemmungslosen Alkohol-Konsum als möglichem Ausweg aus diesem Dilemma. Oder verbirgt sich hier lediglich der "heiße (brennende Buchstaben!) Tipp", dass man sich die abgebildeten "Damen" besser ordentlich "schöntrinken" sollte, bevor man weitere Schritte in Erwägung zieht?
Meisterlich entführt uns Frings mit diesem großen Werk der zeitgenössischen Kunst in das schier unüberschaubare Labyrinth der Abgründe menschlicher Existenz bis schließlich die eine, alles entscheidende Frage sich vor unserem inneren Auge manifestiert: wer zum Henker ist eigentlich Uschi?!
Labels: Joy55, Satire, Tonne
Viersener Spitzensport auf Spiegel Online
Dank an TienAnton-Leser Rainer für den Tipp:
http://www.spiegel.de/spam/0,1518,583326,00.htmlund eine strenge Ermahnung an "Hans J. Huber": bitte das nächste mal direkt hier bei
TienAnton melden, wer liest denn schon
SpOn?Labels: Satire, Spiegel, Viersen
Satire am Sonntag
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Labels: Klüngel, Satire, Tonne, Viersen, Werbung