Romeo, Julia und der Klassenklampf
Mit der Aufführung ihrer originellen Interpretation von Shakespeares "Romeo und Julia" sorgten die Darsteller des N.N. Theaters Neue Volksbühne Köln für den Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltungsreihe "Dülken Kulturbunt" 

Es kommt sicherlich nicht allzu oft vor, dass auf dem Alten Markt mit Inbrunst die Internationale gesungen wird. Schon deshalb war der Freitagabend für Dülken etwas besonders. Die "Romeo und Julia"-Aufführung des N.N. Theaters Neue Volksbühne Köln wurde von den zahlreich erschienenen Dülkener Bürgern, darunter viele Familien mit Kindern, mit Begeisterung aufgenommen.
Die Schauspieltruppe um Didi Jünemann und Irene Schwarz überzeugte mit großer Spielfreude und Professionalität. Zwischen humorvollen und besinnlichen Momenten fand die turbulente Inszenierung von Regisseur George Isherwood stets den Weg in die Herzen der Zuschauer. Die im Kern tragische Geschichte von der unmöglichen Liebe fesselte Jung und Alt gleichermaßen. Einige Mütter, die eigentlich mit ihrem Nachwuchs nur "auf einen Sprung" vorbeigekommen waren, mussten sich damit abfinden, dass die Sprösslinge völlig fasziniert am Bühnenrand Platz nahmen und für den Rest der Vorstellung nicht mehr dort wegzubekommen waren.



Zahlreiche politische Anspielungen und Persiflagen auf die gesellschaftlichen Zustände von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, versetzt mit einer Prise (nieder)rheinischem Lokalkolorit, sorgten dafür, dass auch der Spaß nicht zu kurz kam. Für große Heiterkeit sorgte auch der virtuose Gebrauch der spärlich vorhandenen Requisiten. Wer zu wissen glaubte, zu welchem Zweck Kleiderbügel ausschließlich zu gebrauchen sind, sah sich im Laufe des Abends eines besseren belehrt: diese geben nämlich unter anderem prächtige Wurfmesser, Degen, Kruzifixe oder Vogelkörper ab.
Nachtrag: Volkmar Hess schickte und ein paar Fotos vom Vorprogramm der Theateraufführung. Clown "Flatsch" bot ein buntes Mitmach-Programm für Kinder , Hess selbst zeigte eine kleine Grammofonausstellung und spielte Originalmusik aus den 50-er Jahren. Dazu gab es eine kleine Rock'n'Roll-Vorführung mit den Tanzgruppen Tigerfeet aus Erkelenz und Boogiefriends aus Solingen. Hier Hess' Bilder:
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Rufus Beck spielt Jules Verne
Eine One-Man-Show in der Viersener FesthalleViersen.
„Von der Erde zum Mond“ ist nicht nur einer der bekanntesten Romane des französischen Autors
Jules Verne, sondern auch ein frühes Beispiel der Science-Fiction-Literatur. Verblüffend genau hat der Visionär viele Einzelheiten der ersten bemannten Mondfahrt vorausgesagt. Zwar verwenden die Mondreisenden eine Kanone als Antrieb, sie starten aber ganz in der Nähe von Cape Canaveral, der heutigen Raketen-Basis der NASA. Die reizvolle Kombination aus technischer Utopie und Abenteuerroman sichert dem Werk seinen bis in unsere Zeit reichenden Erfolg.

In einer verblüffenden One-Man-Show am Mittwoch, 28. Januar (20.00 Uhr), in der Festhalle Viersen macht sich der Schauspieler Rufus Beck auf Jules Vernes dramatische Reise und schlüpft in immer wieder neue Rollen. Dabei gibt er dem Geschehen eine Leichtigkeit, die das Publikum mitreißt und zum Lachen bringt. Auf einer Projektionsleinwand werden die verschiedenen Orte der Handlung mit Standbildern und animierten Filmen witzig illustriert.
Berühmt wurde Rufus Beck als „Waltraud“ in dem Sönke Wortmann-Film „Der bewegte Mann“, noch bekannter wurde er in den letzten Jahren als Vorleser der Harry-Potter-Romane. Karten für diese Veranstaltung gibt es bei der Kulturabteilung der Stadt Viersen (Tel. 02162/101466 oder 101468, E-Mail
kartenvorverkauf@viersen.de, im Service-Center Stadthaus (Tel. 02162/101523) und im Service-Center Dülken (Tel. 02162/101622 oder 101623).
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Klaus Maria Brandauer in Viersen
Shakespeares „Sommernachtstraum“ mit Klaus Maria Brandauer in ViersenViersen. „Wir sind aus jenem Stoff, aus dem die Träume sind. Und unser Leben ist eingebettet in einen langen Schlaf.“ Mit diesen Worten beginnt Klaus Maria Brandauer, Wiener Burgschauspieler auf Lebenszeit, einen Theaterabend am Donnerstag, 30. Oktober (20.00 Uhr) in der Festhalle Viersen, bei dem er seine Bühnenfassung von William Shakespeares „Sommernachtstraum“ präsentiert.
Selbstverständlich schlüpft er im Verlauf des Stücks in sämtliche Rollen und verblüfft den Zuschauer mit seiner unglaublichen Wandlungsfähigkeit. Klaus Maria Brandauer, der vom James-Bond-Bösewicht bis zum Mephisto schon so gut wie jede große Rolle verkörperte, ist diesmal alles zugleich: Bräutigam und Braut, Brautvater, Kuppler, Elfenkönig, mehrere Feen und natürlich Puck.
Bescheidenheit war noch nie sein zweiter Vorname: Brandauer spielt gleich alle Rollen im "Sommernachtstraum"Begleitet wird der große Charakterdarsteller von dem virtuosen Pianistenduo Andreas Grau und Götz Schuhmacher, deren Spiel eine musikalische Suggestionskraft entwickelt, die Shakespeares bunte Panoramen in ihrer ganzen Leichtigkeit und Lebensfülle vor dem inneren Auge des Publikums entstehen lässt.
Eingerichtet hat Brandauer Shakespeares Komödientext zur Bühnenmusik von Felix Mendelssohn-Bartholdy, der wohl bekanntesten Musik zum Sommernachtstraum. Die Ouvertüre, das Scherzo und vor allem der weltberühmte Hochzeitsmarsch sind auch heute noch oft zu hören.
Wer gleichzeitig einen großen Theater- und Musikabend erleben möchte, sollte sich schnell entscheiden, da nur noch wenige Restkarten zur Verfügung stehen.Kartenvorverkauf: Kulturabteilung der Stadt Viersen, Heimbachstraße 12,
41747 Viersen, Tel.: 02162/101466 oder 101468,
E-Mail:
kartenvorverkauf@viersen.de
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Theaterfestival SPIELARTEN 08Nathan und Co. - Anspruchsvolles Theater für junge LeuteViersen. „10 Stücke in 10 Städten“ heißt der Untertitel des Kinder- und Jugendtheaterfestivals SPIELARTEN 08, das vom 19. bis 24. Oktober mit sieben Vorstellungen auch in Viersen Station macht. Ausgewählt von den Vertretern der teilnehmenden Städte, unter ihnen Köln, Düsseldorf und Bonn, stehen Stücke auf dem Spielplan, die das hohe künstlerische Niveau und die immense Vielfalt der Spielformen im Theater für ein junges Publikum zeigen. Die Spanne der „Spielarten“ reicht hier vom Figurentheater über das Spiel mit purem Material, über Tanz bis hin zum Schauspiel und richtet sich an alle theater- und tanzbegeisterten Menschen ab 5 Jahren ohne Altersbegrenzung nach oben:
„Nathan - ein dramatisches Gedicht“ ist zu sehen am Montag, 20. Oktober (19.00 Uhr) In der Festhalle, richtet sich an alle, die ihren Schulklassiker einmal auf der Theaterbühne sehen möchten. Wie bei Gotthold Ephraim Lessings (1729-1781) Originalfassung steht der Toleranzgedanke auch in der Fassung des Consol Theaters für Jugendliche im Mittelpunkt, allerdings mit viel Bewegung und Musik.
„Nathan - ein dramatisches Gedicht“ „Der Feind bist du“ von Kai Hensel, das als letzte Inszenierung des Festivals am Freitag, 24. Oktober (11.00 Uhr) in der Festhalle gezeigt wird, ist ein spannendes Kammerspiel, das vor dem Hintergrund des schwelenden Generationen-Konfliktes nach Werten und Verantwortung fragt. Es richtet sich an junge Menschen ab 15 Jahren. Kai Hensel gehört zu den meistgespielten Gegenwartsdramatikern in Deutschland. Mehrfach preisgekrönt wurde sein Erfolgsstück „Klamms Krieg“.
„Der Feind bist du“
Zur Eröffnung des Festivals am Sonntag, 19. Oktober (15.00 Uhr) in der Festhalle Viersen zeigt das Kölner Theater Ömmes & Oimel „Heidi“, eine seiner erfolgreichsten Produktionen der laufenden Spielzeit.
„Heidi“
Das Theater Marabu, das mit seinen Produktionen auf den wichtigsten regionalen und überregionalen Theaterfestivals vertreten und für seine Arbeit mehrfach ausgezeichnet worden ist, zeigt am Dienstag, 21. Oktober (11.00 Uhr) auf der Festhallenbühne „Nur ein Tag“ (ab 6 Jahren), ein humorvolles Theaterstück voller berührender Momente über die Chancen, die das Leben bietet und über die Kraft der Freundschaft.
„Nur ein Tag“
Das Tanztheater „De Stilte“ entführt Kinder mit professionellen Tanztheaterproduktionen in hoher Qualität in eine Welt voll phantastischer Abenteuer. In Kooperation mit dem Tanzhaus NRW in Düsseldorf sind die „Kartonbewoners“ (ab 6 Jahren) entstanden, eine verrückte Reise durch die Zeit, die am Mittwoch, 22. Oktober (11.00 Uhr) in der Festhalle zu sehen sein wird.
„Kartonbewoners“
„Hinter dem Bahnhof liegt das Meer“ (ab 7 Jahren), ein Figurentheaterstück nach dem gleichnamigen Buch von Jutta Richter, entstanden als Koproduktion der Theater „Wilde Hummel“ und „Capriole“, wird am Donnerstag, 23. Oktober (11.00 Uhr) im Süchtelner Weberhaus aufgeführt.
„Hinter dem Bahnhof liegt das Meer“
„Schwarz auf weiß“ heißt das Theater-Spiel für Bücherwürmer und Geschichtensammler (ab 5 Jahren), in dem das Kölner Theater Monteure am 23. Oktober (14.00 Uhr) auf der Festhallenbühne Figuren, Bilder und Episoden für Momente Wirklichkeit werden lässt, die normalerweise zwischen zwei Buchdeckeln zu entdecken sind.
„Schwarz auf weiß“
Zu jeder Aufführung können in der Kulturabteilung der Stadt Viersen (Tel. 02162/101467) Informationsmaterialien - zum Teil im Klassensatz - bestellt werden. Wer Lust hat, kann auch nach jeder Vorstellung den Schauspielern und Regisseuren Fragen stellen, mit ihnen diskutieren oder Lob und Kritik äußern. Der Eintritt beträgt 4,- Euro (ermäßigt 2,- Euro). Karten gibt es bei der Kulturveranstaltung der Stadt Viersen (Tel. 02162/101466 oder 101468, Fax 02162/101476, E-Mail kartenvorverkauf@viersen.de). Der Vorverkauf im Gebäude Heimbachstraße 12 ist geöffnet montags bis donnerstags von 9.00 bis 16.00 Uhr, freitags von 9.00 bis 12.30 Uhr.
Hier der ausführliche Programmtext zum runterladen:
Spielarten_08.docLabels: Kids, Theater, Viersen-Infos