"Diese Schmierer!"
Unter obigem Betreff sandte uns jetzt
Hubert-Vootz-Haus-Leiter Otto Strutz dieses Foto:

Es zeigt das Ergebnis der HVH-Aktivitäten zum Projekt "Nichtwählen stärkt die Falschen" im Rahmen des von der NRW-Landesregierung initiierten
"Paktes mit der Jugend". "Arbeiterführer" Rüttgers wird sich sicher freuen über so viel antifaschistisches Sprayer-Engagement.
All zu viel Gehör fand allerdings weder dieser gesprayte Hinweis, noch zahlreiche andere derartige Bemühungen, wie wir nach den vergangenen Wahlen wissen. Niedrige Wahlbeteiligung hat wohl auch ihren Teil beigetragen zu den jüngsten politischen Entwicklungen in Viersen, die die Viersener heute RP unter der Überschrift
"Jamaika für Viersen" thematisiert. Wie es scheint, haben nach den Hamburger und ganz aktuell den saarländischen nun auch die Viersener Grünen den historischen Ballast aus seeligen Protestpartei-Zeiten endgültig über Bord geworfen und paktieren ganz pragmatisch mit dem einstigen Klassenfeind von der CDU. Toll.
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Wahlplakat-Wahnsinn Teil III
Der kritischen Worte sind genug gefallen. Nun ist es an der Zeit, der Anmut und Schönheit und der Reinheit des Geistes zu huldigen. Ätherische Harfenklänge und glitzernden Feenstaub bitte - breaking news of the day: Tien Anton ist verliie-hiebt! Bis über beide Ohren! Seit unserer ersten Begegnung am Laternenmast auf der oberen Lange Straße, kurz vor Dammer, ist es um mich geschehen. Für die einen ist sie die tighteste Bitch in der proletarischen Hood, für die anderen die zarteste Versuchung, seit es linke Kader gibt. Oder, um die Kollegen von der
Titanic zu zitieren: Sie ist schon eine rechte Klassebüchs, die Sarah Wagenknecht.
Süße Sirene des Sozialismus: S. WagenknechtDas Beste: Die scharfe Ossi-Braut kandidiert bei der anstehenden Bundestagswahl nicht nur für, sondern wohnt mittlerweile auch in Düsseldorf. Ein Umstand, der mir meine tägliche Fahrt in die Landeshauptstadt nicht unerheblich versüßt, ist es doch immerhin denkbar, dass ich dort dem Objekt meiner Leidenschaft eines Tages sogar leibhaftig begegne. Bis dahin werde ich mir die Zeit mit der Herstellung eines selbstgemachten Sarah-Screensavers versüßen. Material dafür hole ich mir
hier.
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Wahlplakat-Wahnsinn Teil II
Nach dem Verschönerungs-Totalverweigerer von der FDP beschäftigen wir uns in unserer heutigen Plakat-Kritik zunächst mit dem krassen Gegenteil, nämlich einer jegliche Realtität schamlos verleugnenden Komplett-Entknitterung der Grünen-Politikerin Renate Künast. Was beim Konterfei Martin Knaubers fahrlässig versäumt wurde bietet das Abbild der grünen Spitzenkraft im Überfluss: ein wahres Retusche-Massaker.
Als scheinbar willenloses Opfer eines eindeutig übermotivierten Photoshop-Virtuosen lächelt uns eine beinahe faltenfreie, seltsam wächsern anmutende Clowns-Visage entgegen, die tatsächlich noch entfernt an die ehemalige Bundesverbraucherministerin der fast vergessenen Ära Schröder/Fischer erinnert. Eindeutig ein Verdienst des intuitiv ausgleichend tätig gewordenen Plakatklebers, der, durch scheinbare Nachlässigkeit wenigstens einige wenige deutlich sichtbare senkrechte Falten auf das Gesicht der Kandidatin zaubernd, dieser einen letzten Rest an Würde erhalten hat.
Mit Photoshop-Botox gegen die Midlife-Krise: Grüne Künast
Zum Glück sind aber nicht alle Grünen derart aalglatte Karriere-Frauen. Wenigstens auf Kreisebene weiß die ehemalige Protestpartei in Gestalt von Gaby Kelly, ähem, Bailey mit einem vergleichsweise naturbelassenen Pfund zu wuchern:
Grüne Hoffnung im Kreis: der jüngste Spross der Bailey-FamilyLabels: Satire, Wahl
Wahlplakat-Wahnsinn Teil I
Ok, ich geb's zu: anstelle des Kandidaten-Duells der für mich ohnehin gleichermaßen unwählbaren Merkel und Steinmeier habe ich "Simpsons - der Film" geschaut. Dem ein oder anderen Leser ist vielleicht auch schon das Piratenpartei-Logo in der ganz rechten Spalte aufgefallen, das ich hier aus grundsätzlicher Symphathie unentgeltlich platziert habe.
Dass ich den spätestens durch die aktuelle Banken- und Wirtschaftskrise endgültig widerlegten Markt-Kapitalisten von der FDP keinen Meter über den Weg traue, dürfte unter den genannten Umständen wohl kaum verwundern. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle das aktuelle Wahlplakat des "liberalen" Bundestagskandidaten für den Kreis Viersen veröffentlichen. Dokumentiert es doch eindrucksvoll die wahnsinnige Fratze des hemmungslosen Turbokapitalismus. Lieber Martin Knauber, nichts für ungut, aber dafür gehört ja wohl wahlweise entweder der Fotograf oder der Bildbearbeiter gefeuert:
Zum Fürchten: FDP-Plakat mit M. Knauber
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Thönne triumphiert - Nazi(s) im Stadtrat
Viersen Günter Thönnessens Rechnung, über einen reinen Personen-Wahlkampf zum Sieg bei der Bürgermeisterwahl zu gelangen, ist voll aufgegangen. Im direkten Duell mit seinem stärksten Widersacher, dem CDU-Kandidaten Paul Mackes, konnte sich der Amtsinhaber mit beinahe 4 % Vorsprung durchsetzen. Kurioses Detail am Rande: Wäre es ausschließlich nach dem Willen der Süchtelner gegangen - beide Kandidaten leben in der Irmgardisstadt - hieße der Wahlsieger Paul Mackes.
Thönnessens starkes Abschneiden in den Wahlbezirken Dülken/Boisheim und Alt-Viersen gab letztlich den Ausschlag zugunsten des SPD-Mannes. Dabei gelang es Thönnessen sogar, ganz gegen den landesweiten Trend, "seine" im Wahlkampf so schamhaft verleugnete Partei, ein Stück weit mit nach oben zu ziehen. Im Gegensatz zur in Viersen jahrzehntelang unangefochten regierenden CDU, die bei der Ratswahl leichte Verluste hinnehmen musste, konnten die Sozialdemokraten in Viersen im Vergeich zum letzten kommunalen Urnengang knapp 2 Prozent zulegen. Mit Abstand stärkste Partei im Rat bleibt jedoch weiterhin, mit 41,01 %, die CDU.
Die
Infografik des Kommunalen Rechenzentrums zur Sitzverteilung im neugewählten Rat der Stadt Viersen ist in diesem Jahr bunter ausgefallen als jemals zuvor. Neben SPD, CDU, Grünen, FDP und FürVie, die sich, bei der zweiten Wahl ihres Bestehens ihres Protestwähler-Bonus beraubt, unversehens auf Augenhöhe mit Grünen und Liberalen wiederfinden, ziehen erstmals auch zwei Vertreter der Linken und ein Mitglied des BSB/FW in die Bürgervertretung ein.
Allgemeines Entsetzen herrscht in der Stadt darüber, dass zum ersten Mal auch die rechtsradikale NPD einen Sitz im Viersener Rat beansprucht. Während die einen (wie wir hier bei Tien Anton) es im Vorfeld mit Totschweigen versucht hatten, gab es auch ein paar verwegene junge Aktivisten, die mutig genug waren, im Vorfeld der Wahl systematisch NPD-Plakate abzuhängen und verschwinden zu lassen. Genützt haben beide Strategien letzlich nichts. Nun wird man sich, wohl oder übel, inhaltlich mit den Braunen auseinandersetzen müssen und darauf hoffen, dass die sich im Laufe der Legislaturperiode als hinreichend dumpf und dümmlich darstellen, um auch noch dem letzten Viersener klar zu machen, dass mit denen kein Staat und ebensowenig eine Stadt zu machen ist.
Vergleichbare Entwicklungen andernorts wecken zumindest die kleine Hoffnung, dass der braune Spuk in Viersen in ein paar Jahren wieder vorbei sein könnte.
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5 Fragen an 5 Kandidaten: Martina Maaßen (Die Grünen)

Als vierte im Bunde der Bewerber um das Amt des Ersten Bürgers der Stadt begrüßen wir heute Grünen-Kandidatin
Martina Maaßen. Wenn wir an dieser Stelle konstatieren, das Martina Maaßen so ziemlich in der Mitte zwischen Mackes/Dingel und Pertenbreiter steht, bezieht sich das selbstredend nicht auf ihre politische Einstellung sondern ausschließlich auf den Umfang ihrer Antworten auf Tien Antons obligatorische fünf Fragen:
Warum würden Sie auf keinen Fall aus Viersen wegziehen wollen?Viersen ist meine Heimatstadt. Ich fühle mich hier durch Freunde und Familie sehr gut eingebunden. Es ist schön, auf dem Markt, in Cafes oder Kneipen immer jemanden zu treffen, den man kennt. Ich finde die Randlage zu den Zentren Düsseldorf, Köln, Ruhrgebiet und die Nähe zu den Niederlanden reizvoll. Und zudem: Eine Bürgermeisterin sollte vor Ort wohnen.
Was muss, Ihrer Meinung nach, in Viersen verbessert werden?Viersen muss klimafreundlich aufgestellt werden. Unser GRÜNER Aktionsplan Klimaschutz für Viersen bietet mit 33 Einzelmaßnahmen vielfältige Ansätze hierzu. Wir sollten auf Verkehrs-Großprojekte (2. Verbindung Viersen-Dülken, Umgehungsstr. Süchteln Ost, Innerer Erschließungsring an der Josefskirche in Viersen) verzichten. Wir brauchen stattdessen verkehrslenkende Maßnahmen und effektiven Lärmschutz. Wir benötigen mehr Kita-Plätze unter drei Jahren sowie flexiblere und längere Öffnungszeiten. Unsere Jugendlichen kommen weiterhin zu kurz, es fehlt eine attraktive Disco- und Kneipenszene, ein Kino. Hier müssen wir mehr Anstrengungen unternehmen, um Investoren für Viersen zu gewinnen. Im Weiteren sollten wir ein Jugendparlament einrichten um den Jugendlichen mehr Mitsprachemöglichkeiten zu bieten. Große Anstrengungen müssen wir unternehmen, um der wachsenden Altersarmut zu begegnen. Hier muss Teilhabe in den Bereichen Sport, Freizeit, Kultur ermöglicht werden sowie Beratung durch aufsuchende Hilfe. Auch ein Sozialticket für BürgerInnen mit geringem Einkommen gehört für mich dazu. Und zum Schluss ein Herzensthema von mir: Es ist unerträglich, dass in Viersen Flüchtlinge mit wöchentlichen Lebensmittelpaketen in Höhen von 27 Euro versorgt werden und keinen Cent Bargeld erhalten. Eine Busfahrt zum Arzt ist schon nicht möglich.
Wie würden Sie einen Satz formulieren, der die Begriffe "Jugend" und "Zukunft" in Zusammenhang bringt?Unsere Jugend muss Möglichkeiten und Chancen z.B. in den Bereichen Bildung, Arbeit, Kultur und Freizeit erhalten, damit sie ihre Zukunft gestalten kann.
Spielt Musik eine Rolle in Ihrem Leben - wenn ja, welcher Musikstil entspricht am ehesten Ihrer Persönlichkeit?Musik spielt in meinem Leben eine große Rolle. Meine Favoriten sind Peter Gabriel und Police. Nach langer Zeit des Hineinfindens höre ich auch gerne Jazz, insbesondere Markus Stockhausen oder Big Bands.
Welchen Traum würden Sie sich irgendwann gerne noch erfüllen?Ich möchte gerne die Hauptstädte aller EU_Länder einmal besucht haben.
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5 Fragen an 5 Kandidaten: Paul Mackes (CDU)

Als dritter in der Runde der Bürgermeister-Kandidaten kommt heute der Viersener CDU-Vorsitzende Paul Mackes zu Wort. Mackes präferiert bei der Beantwortung unserer Fragen ebenso wie der liberale Bürgermeisterkandidat Dingel, kurze, auf den Punkt gebrachte Statements und grenzt sich in dieser Hinsicht deutlich vom gestern vorgestellten FürVIE-Kandidaten Pertenbreiter ab:
Warum würden Sie auf keinen Fall aus Viersen wegziehen wollen?
Viersen ist meine Heimat. Hier wohnt meine Familie, hier bin ich groß geworden und hier arbeite ich. Viersen und der Niederrhein sind für mich eine Herzensangelegenheit.
Was muss, Ihrer Meinung nach, in Viersen verbessert werden?
Was in Viersen zu verbessern ist können wir nur gemeinsam schaffen. Die Stärke von Viersen ist seine Individualität in den einzelnen Stadtteilen. Das ist aber auch gleichzeitig wieder seine Schwäche.
Wie würden Sie einen Satz formulieren, der die Begriffe "Jugend" und "Zukunft" in Zusammenhang bringt?
Die Jugend ist unsere Zukunft!
Spielt Musik eine Rolle in Ihrem Leben - wenn ja, welcher Musikstil entspricht am ehesten Ihrer Persönlichkeit?
Die Musik der 80er Jahre hat mich damals natürlich begeistert. Da gab es die NDW die komplett neu war. BAP und Co waren damals echt angesagt. Heute geht's auch schon mal was ruhiger.
Welchen Traum würden Sie sich irgendwann gerne noch erfüllen?
Eine Reise nach Australien mit der ganzen Familie. Ich selber war schon mal dort und hätte so viele Dinge die ich gerne meiner Frau und meinen beiden Jungs mal zeigen wollte.
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5 Fragen an 5 Kandidaten: H.-W. Pertenbreiter (FürVIE)

Der zweite, der unserer Bitte zur Beantwortung des kleinen Tien-Anton-Fragebogens Folge leistete und damit auch zweiter im Reigen der hier vorgestellten Bürgermeister-Kandidaten ist der FürVIE-Vorsitzende
Hans-Willi Pertenbreiter. Im Gegensatz zum FDP-Mann Werner Dingel zieht Pertenbreiter bei der Beantwortung unserer fünf Fragen die ausführliche Variante vor und gibt detailliert Auskunft über politisches und persönliches:
Warum würden Sie auf keinen Fall aus Viersen wegziehen wollen?
Viersen hat eigentlich alles, was ich zu meinem Leben brauche. Ich bin hier aufgewachsen und habe mich mit meiner Familie hier fest angesiedelt. Durch meinen Beruf bin ich stark mit allen Bereichen der Stadt Viersen verwurzelt. Die Einkaufsbereiche bieten für mich alles, was ich zum Leben benötige. Und dann die Lage von Viersen, viel Grün in der Stadt und ringsum von Grünzügen eingerahmt. Die Süchtelner Höhen, der Hohe Busch, die Nierslandschaft bieten für mich ideale Entspannungsmöglichkeiten bei langen Spaziergängen mit meinen Hunden. Es ist eigentlich unverständlich, warum nicht viel mehr Menschen genau hier in Viersen ihren Urlaub verbringen.
Was muss, Ihrer Meinung nach, in Viersen verbessert werden?
Neben dem weiterhin maroden Haushalt, der dringend saniert werden muss, ist für mich die Verkehrsbelastung der Bürgerinnen und Bürger eins der dringenden Probleme. Leider ist unsere Stadt nicht nur durch eine lärmende Autobahn geteilt, sondern auch wichtige Eisenbahnverbindungen laufen quer durch die Stadt. Die Belastung auf den Ausfallstraßen ist vollkommen unverträglich mit einem angenehmen Lebensumfeld. Ich weiß, dass gerade beim Thema Straßen viele viele Vorschriften zu beachten sind, aber es ist für mich unverständlich, dass wir weder in Verwaltung noch bei anderen Kommunalpolitikern Mitstreiter für unsere Anträge zur Verkehrsberuhigung gefunden haben. Ob es Tempo-30-Zonen auf Hauptverkehrsstraßen sind, zeitweises Verbot von LKW’s, Fahrbahnschwellen, geänderte Ampelschaltungen, alles Maßnahmen, mit denen man die Verkehrsbelastung zumindest ein wenig reduzieren könnte. Neue Umgehungsstraßen sind Unsinn, bis die mal, wenn überhaupt, genehmigt würden, sind zwei Generationen hinter mir gestorben. Auch im öffentlichen Personennahverkehr sehe ich Möglichkeiten, den Verkehr zu reduzieren. Da muss man vielleicht mal über die vorhandenen „Schranken“ hinaus denken. Bevor mit dem Argument „das rechnet sich nicht“ Ideen abgewürgt werden, sollte man sie erst mal richtig überdenken und konzeptionieren. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, dass man die sicherlich in den Hauptverkehrzeiten erforderlichen großen Linienbusse durch kleine Busse ergänzt, die dann aber nicht nur die üblichen Hauptstrecken fahren, sondern auch tiefer in die Stadtteile und Sektionen fahren. Wenn das dann auch noch in kürzeren Intervallen passieren kann, könnte ich mir vorstellen, dass der ein oder andere auf die Benutzung seines Autos verzichtet und die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt.
Wie würden Sie einen Satz formulieren, der die Begriffe "Jugend" und "Zukunft" in Zusammenhang bringt?
Das ist einfach: Die Jugend ist unsere Zukunft.
Das Problem dabei ist aber unsere Demographieuntersuchung, die nicht ein Viersener Problem aufzeigt, sondern ein gesellschaftliches. Kinder und Jugendliche werden danach in den nächsten Jahrzehnten zahlenmäßig drastisch abnehmen. Die Schlussfolgerung auf den obigen Satz wäre jetzt die Frage: Wenn keine Jungend mehr da ist, haben wir auch keine Zukunft? Nein, das wäre vollkommen falsch! Wir müssen uns nur auf die geänderte Situation frühzeitig einstellen. Und da liegt eine gewaltige Arbeit bei der Kommunalpolitik und der Verwaltung vor uns. Die werden wir nicht bewältigen, indem jeder versucht, seine unterschiedlichen politisch ideologischen Ideen durchzusetzen. Gerade bei diesem Thema ist mehr Zusammenarbeit gefragt, als sie es je in dieser Stadt gegeben hat.
Spielt Musik eine Rolle in Ihrem Leben - wenn ja, welcher Musikstil entspricht am ehesten Ihrer Persönlichkeit?
Musik hat in meinem Leben immer eine Rolle gespielt. Leider habe ich nie ein Instrument gespielt, aber ich habe mich immer mit Musik beschäftigt. Ich habe unzählige Konzerte besucht. Mit Freunden habe ich in meiner „Jugend“ eigene Tonbänder zusammen gestellt. Leider gab es damals noch nicht die heutige Technik, da musste noch getrickst und geschnibbelt und umständlich vom Radio aufgenommen werden. Ich gehöre noch zu den stolzen Besitzern einer Revox-TonbandmaschineJ)) Das Erste, was bei mir morgens angeht, ist das Radio und das läuft fast den ganzen Tag.
Bluesrock und Hardrock ist heute meine bevorzugte Musikrichtung. Da gehe ich auch, wenn es meine Zeit erlaubt, noch heute in Konzerte. Die Besten sterben oft zu früh, aber einer meiner Lieblingsmusiker ist und bleibt Stevie Ray Vaughan. Das Stück „Tin Pan Alley ist ein Paradebeispiel seiner Gitarrenkunst, die zum Träumen und Entspannen einlädt. Wenn ich mich bei etwas härterem Sound entspannen will, dann gibt es seit vielen Jahren für mich einen absoluten Supersong von „L. A. Blues Authority“, die CD habe ich aus USA importiert und der Song heißt „How Blue Can You Get“. Das kann ich aber nur hören, wenn ich alleine bin und die Nachbarn verreist sind. Denn da muss man die Boxen richtig aufdrehen. Blues und Hardrock Musik muss eine bestimmte Lautstärke haben, damit sie voll zur Geltung kommt. Einige Mischpultartisten auf Konzerten übertreiben es leider immer wieder und die Qualität der Musik leidet dann meiner Meinung nach stark unter einer überzogenen Lautstärke. Zu Hause kann ich das halt besser regulieren, aber wie gesagt, die Nachbarn müssen vorgewarnt sein.
Welchen Traum würden Sie sich irgendwann gerne noch erfüllen?
Ein neues Wohnmobil und mit meiner Frau und meinen Hunden ein paar Monate kreuz und quer durch Nordeuropa kreuzen.
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5 Fragen an 5 Kandidaten: Werner Dingel (FDP)

In der ersten Folge unserer kleinen Serie 'Tien Anton fragt - Viersens Bürgermeister-Kandidaten antworten' kommt heute FDP-Mann
Werner Dingel zu Wort. So ausführlich manch anderer Kandidat unsere fünf Fragen beantwortete, so kurz und knapp die dennoch aussagekräftigen Statements des 65-jährigen Diplom-Ingenieurs:
Warum würden Sie auf keinen Fall aus Viersen wegziehen wollen? Weil man auf dem Land wohnt und trotzdem die Nähe zu den Großstädten der Rheinschiene hat und weil hier soviele nette Leute wohnen.
Was muss, Ihrer Meinung nach, in Viersen verbessert werden?Verbessert werden muß das Zusammengehörigkeitsgefühl. EINE Stadt Viersen, mit den Stadtteilen Dülken, Süchteln, Boisheim.
Wie würden Sie einen Satz formulieren, der die Begriffe "Jugend" und "Zukunft" in Zusammenhang bringt?Für die Zukunft der Jugend lohnen sich alle Anstrengungen unserer Gesellschaft.
Spielt Musik eine Rolle in Ihrem Leben - wenn ja, welcher Musikstil entspricht am ehesten Ihrer Persönlichkeit?Gerne höre ich Jazz Musik, aber auch aktuelle Pop- Musik. Ungern höre ich WDR 4 Musik, wenn Sie wissen was ich meine.
Welchen Traum würden Sie sich irgendwann gerne noch erfüllen?Eine Atlantiküberquerung im Liniendienst, mit dem letzten noch auf dieser Route fahrenden Schiff, der Queen Elisabeth II.
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Viersen hat die Wahl

Nur noch gut eine Woche bis zu den Kommunalwahlen. Da wird es auch hier beim Dülkener Webmagazin langsam Zeit für ein paar Erläuterungen zum Thema, schließlich besteht das Leben auch für die feierfreudige Tien-Anton-Leserschaft nicht ausschließlich aus Parties, Konzerten und Rockfestivals. Im Alltag werden wir alle täglich mit Dingen konfrontiert, die in den Verantwortungsbereich der lokalen Politik fallen, deren Lauf wir also durch unsere Stimmabgabe bei den anstehenden Kommunalwahlen möglicherweise beeinflussen können.
Die
angekündigte Kandidatenbefragung zur Bürgermeisterwahl ist soeben per E-Mail rausgegangen, und wir sind gespannt auf die Reaktionen. Angeschrieben haben wir übrigens nur die fünf Bürgermeisterkandidaten von
SPD,
CDU,
FDP,
FürVie und den
Grünen.
Die Linke, die Bürgervereinigung
BSB/FW und die NPD haben keine eigenen Bürgermeisterkandidaten aufgestellt. Letztgenannte werden wir im übrigen ab jetzt hier nicht mehr erwähnen, in der Hoffnung, dass der
rechte Spuk an Viersen vorbeigehen wird.
Insgesamt werden dem Viersener Wähler am Wahltag vier Stimmzettel in die Hand gedrückt:
- einer für die Bürgermeisterwahl
- der zweite für die Wahl des Rats der Stadt Viersen
- der dritte für die Wahl der Kreistagsabgeordneten
- der vierte ist für die Wahl von Landrat oder Landrätin
Theoretisch ist also auch ein Wahlergebnis denkbar, das einen Bürgermeister/eine Bürgermeisterin der Partei X mit einer Stadtrats-Mehrheit der Partei Y konfrontiert, was speziell im Fall Viersen nicht einmal gänzlich unmöglich scheint. Wie sinnvoll es in der Praxis wäre, den obersten Verwaltungschef gegen eine Stadtrats-Mehrheit agieren zu lassen, müsste sich dann erst herausstellen. Wohl auch aus diesem Grunde ist diese die letzte Kommunalwahl in NRW, bei der die Wahl von Stadt-/Gemeinderäten und Bürgermeistern getrennt durchgeführt wird.
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Ferienende verpasst – Kommunalwahl am Horizont
Typisch: wochenlang ist praktisch überhaupt nichts los - als dann zum Ferienend-Wochenende daheim so richtig der Mob tobt, geruht der Herr Provinzreporter zum Ultrakurzurlaub in die Eifel zu fahren, um dort mit Partnerin und deren reizenden Nichte und Neffe die Tage im Freibad und auf dem Campingplatz zu vertrödeln. Wieder zu Hause angekommen war dann gestern wieder nichts mit Website-Bekümmerung, dieweil ein eiliger Grafik-Notfall verarztet werden musste.
Naja, denkt sich da der pflichtschuldige Lokalschreiberling, jetzt am Dienstag erwartet eh niemand mehr Berichte zu Highland-Games, X3-Contest, Halden-Pop oder der Viersener Bahnhofseröffnungs-Ü40-Party (die ja spektakulär gut besucht gewesen sein soll, wie man hört). Richten wir also den Blick nach vorne und fangen langsam an, uns gedanklich mit der bevorstehenden Kommunalwahl zu beschäftigen, die ja, im Gegensatz zum Bundes-Voting, für uns bei Tien Anton durchaus berichterstatterische Relevanz besitzt.
Am liebsten würde ich ja gemeinsam mit dem guten Ralf den Kandidaten mit der Videokamera auf den Pelz rücken, um ihnen auf der Wahlkampf-Zielgeraden noch schnell ein paar aussagekräftige Statements zu entlocken. Das dürfte jedoch Videoschnitt-technisch mit zu viel Aufwand verbunden sein. Daher werde ich in den nächsten Tagen versuchen, Grüne, FürVie, SPD, FDP, CDU und die Linken per Telefon und E-Mail zur Beantwortung eines kleinen Fragenkatalogs zu nötigen. Stay tuned!
Labels: Viersen, Wahl
Nach der Wahl ist vor der Wahl
Editorial
Das war's also mal wieder: Europa hat gewählt und kaum einen hat's interessiert. Der Wahltag ist vorbeigezogen wie die heutige Regenfront, und wenn man jetzt hinterher die unvermeidlichen Visagen im Fernseher sieht, freut man sich einfach nur über die ersten Sonnenstrahlen. All die Verlierer, die sich die Niederlage schönreden, die vorgeblichen Gewinner, die natürlich schon immer alles richtig gemacht haben, dezent ignorierend, dass sie mit ihren schlauen Konzepten in absoluten Zahlen nicht einmal 15 Prozent der Menschen überzeugen konnten. Nicht zuletzt die ach so investigativen Journalistendarsteller, die aus purem Selbstbeweihräucherungs-Reflex derart mechanisch kritisch hinterfragen, dass es irgendwann einfach nur noch nervt.
Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, im Rahmen dieser von mir geschaffenen bescheidenen lokalen Informations-Plattform ein wenig zur Wahl-Motivation beizutragen, konnte mich aber in den letzten Wochen, bedingt durch private, berufliche und katzengesundheitliche Gründe hier nicht in dem Maße engagieren, wie ursprünglich geplant. Schlimmer noch: nach erfolgreicher Bewältigung der meisten Probleme und der damit einhergehenden allmählichen Entspannung an allen Fronten wollte ich mich heute nicht einmal dazu aufraffen, das zuständige Wahllokal mit meinem Erscheinen zu beglücken.
Zum nächsten Wahltermin gelobe ich hiermit Besserung, versprochen! Wenigstens kommunal- und bundespolitisch will ich von meinem vereintlichen Mitbestimmungsrecht Gebrauch machen. Also lokal auf jeden Fall, da kann man den Siegern hinterher wenigstens noch quasi persönlich auf die Füße treten oder zumindest auf die Finger schauen.
Im Bund gestaltet sich die Angelegenheit schon schwieriger: da haben wir auf der einen Seite mit dem komplett persönlichkeitsbefreiten Frank "Aufbackbrötchen" Steinmeier gewissermaßen den Jürgen Klinsmann der SPD, nur ohne Visionen. Das Merkel ist für mich sowieso unwählbar - so alt kann ich gar nicht mehr werden, dass ich irgendwann mal auf Unions-Kurs geraten könnte. Die Grünen, unter deren Mitregierung sich Hedgefonds und perverses Wetten auf sinkende Börsenkurse erst zu voller Blüte entwickelten, haben sich bekanntermaßen zur ökologisch verbrämten FDP für die noch etwas besser verdienenden entwickelt. Gysi ist mir zwar regelrecht sympathisch, Lafontaine gar ein Landsmann (jahaa: ich bin gebürtiger Saarländer!) dafür aber leider aus anderen Gründen praktisch unwählbar? Wo soll das nur hinführen? Wir werden es erleben...
Tot ziens!

Euer Dieter M. a.k.a. Tien Anton
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