Überraschung gelungen: Tappi kalt erwischt!Fotos: Max Behnen Thönne, Tappi und Mutter Christa Tappeßer
Er ahnte nichts von der Preisverleihung.
Gestern Abend ging im alten Viersener Rathaus ein von langer Hand geplanter Überraschungscoup über die Bühne. Im Sitzungssaal erwarteten Freunde, Familie und Lokalpolitiker auf den unter einem Vorwand herbei gekarrten Ranzig-Sänger und Festivalmacher. Der wurde mit der Verleihung der Viersener Stadtplakette in Bronze völlig überrumpelt. Aktion geglückt!
Nachfolgend noch der offizielle Pressetext der Stadt Viersen zur Verleihung der Ehrenmedaille. Zuvor aber, weltexklusiv hier bei Tien Anton, der Text der musikalischen Huldigung, die Tappis Ranzig-Bandkollegen an diesem denkwürdigen Abend vortrugen zum Ausdrucken und Nachsingen (zur Melodie von Herbert Grönemeiers "Bochum"):
Tief im Hamm drin, wo die Küche verstaubt Wohnte ne Type, is besser als man glaubt !
Tief im Hamm drin. Nicht im Rintgen.
Du bist keine Schönheit, auf Arbeit oft blau! Lebst für laute Mucke, bist 'ne ehrliche Haut; leider total verbaut, und die kurze Bux macht dich aus!
Ja du hast Eier und Speck. Da hört man laut was du machst. Bist einfach zu beneiden! Dein Kneipenfest gab ganz klar der Stadt den Rest, Dich heute zu hofier'n!
Dülken er kommt aus dir! Viersen jetzt wohnt'r hier! Ahh im Hamm drin. Tappi
Du machst uns zur Kreisstadt! Hier auf der KönigsaIIee Findet heute so'n Ivent statt. Tappi wird fett geehrt, hier Wo er hingehört! Wer kommt schon aus Süchteln-Vorst?
Dülken er kommt aus dir! Viersen jetzt wohnt'r hier! Ahh im Hamm drin. Tappi
Hast ein Gehör wie die Tauben! Und ständig heißt's Prost! Kannst dir jeden Scheiß erlauben. Hast im 4-viertel Takt jedesmal verkackt, du und dein Taktgefühl.
Dülken er kommt aus dir! Viersen jetzt wohnt'r hier!
Ahh Schluck auf!
Dülken er kommt aus dir! Viersen jetzt wohnt'r hier!
Tappi gerührt - links im Bild: Wim Roegels Pressetext der Stadt Viersen: Musiker und Motor zahlreicher Musik-Events in Viersen Christoph Tappeßer erhielt die Stadtplakette in Bronze
Viersen. Als Musiker (RANZIG) und (Mit-)Veranstalter zahlreicher namhafter Events hat sich Christoph „Tappi“ Tappeßer nicht nur in seiner Heimatstadt einen Namen gemacht. Jetzt würdigte der Rat der Stadt Viersen das vielfältige kulturelle Engagement von Christoph Tappeßer durch die Verleihung der Stadtplakette in Bronze. Bürgermeister Günter Thönnessen überreichte die Auszeichnung am Dienstag (27. Oktober) - sehr zur Überraschung des Geehrten, der unter einem Vorwand in den Sitzungssaal des Rathauses an der Bahnhofstraße gelockt worden war. Mitglieder der Rockgruppe RANZIG umrahmten die Veranstaltung musikalisch - ausnahmsweise mit ungewohnt leisen Tönen.
Christoph Tappeßer, geboren 1969 in Dülken, hat sich vehement für die Bereicherung der kulturellen Landschaft in Viersen einsetzt. Seit Jahren veranstaltet er gemeinsam mit Wim Roegels das Kneipenfestival „watt jeht“, das einmal im Jahr viele Musikfans nach Viersen lockt. Das Konzept dieser Veranstaltung ist zwischenzeitlich in vielen anderen Städten in Nordrhein-Westfalen kopiert worden. Längst hat er sich als Sänger der Rockband RANZIG über die Grenzen von Viersen hinaus einen Namen gemacht.
Er gehörte auch zu den Mitbegründern des Vereins „Rockkulturwerkstatt“ in Viersen. Als Mitinitiator und Mitorganisator hat er das Rockfestival „Eier mit Speck“ ins Leben gerufen, das in diesem Jahr zum vierten Mal am Hohen Busch in Viersen stattgefunden hat. Hier finden an drei Tagen bis zu 7.000 Zuschauer aus ganz Deutschland und sogar aus dem benachbarten Ausland ein anspruchsvolles Musikspektrum in einer familiären Atmosphäre. Als Festival ist „Eier mit Speck“ zu einer festen Größe geworden. „Davon hat auch die Stadt Viersen außerordentlich profitiert“, wie Bürgermeister Thönnessen in seiner Ansprache hervorhob.
Darüber hinaus arbeitet Christoph Tappeßer ehrenamtlich bei „Young Life“, dem Jugendprojekt der Stadt Viersen mit. Er war der Ideengeber der ersten Stunde für „Young Talents“, den Band Contest, der in diesem Jahr bereits zum dritten Mal stattgefunden hat. „Tappi“ gehört zum Vorbereitungsteam und ist durch seine langjährige Erfahrung als Bandmitglied ein unverzichtbarer Ratgeber. Außerdem gehört er von Beginn an zur Jury des Band Contests.
Was hinter vorgehaltener Hand schon ein Weilchen gemunkelt wurde ist nun Gewissheit: Das Viersener Kneipenfestival "Watt Jeht?" wird vom ursprünglich geplanten November-Termin auf nächstes Frühjahr verschoben. Hauptgrund hierfür sind die Terminschwierigkeiten einiger Bands, die die Veranstalter auf jeden Fall dabei haben wollen. Nach allem was man hört, steckt Tappi und C0. aber wohl auch die in diesem Jahr nochmals aufwändigere Organisation des letzten Eier mit Speck Festivals in den Knochen.
Neuer Termin fürs Watt Jeht: Samstag, 13. März 2010
Wer verfolgt hat, was die Jungs und Mädels in den letzten Jahren in und für Viersen auf die Beine gestellt haben, wird wohl allen Beteiligten diese verdiente Verschnaufpause gönnen. Wir hier bei Tien Anton finden es zwar ein bisschen schade, dass es mit dem November-Termin nichts wird, freuen uns aber auf jeden Fall jetzt schon wie Hulle auf den 13. März 2010, an dem das nächste Watt Jeht Kneipenfestival stattfinden wird.
Es war das erwartet großartige Fest, man ist jedesmal aufs Neue erstaunt, wie viel hier los sein kann, wenn mal ein paar Leute an einem Strang ziehen. Das Konzert-Hopping in Viersen machte einfach nur Spass. Vielen Dank für eine tolle Party an die ganze Watt-Jeht-Crew: Tappi, Wim, Miranda, Elke und und und... !
Dankenswerter Weise haben die Kollegen von der RP meinen Bericht zum Festival heute morgen schon online gestellt. So muss ich nicht noch mal extra was schreiben und kann in bester Cross-Media-Manier hier auf meinen eigenen Text verlinken. Passend zum Artikel hier noch meine Schnapschüsse von der Samstagnacht beim Kneipenfestival Watt Jeht:
Gar schröcklich anzusehen, die Jungens, die Wim vom Watt Jeht Orga-Team uns als neueste Verstärkung im Line Up des diesjährigen Viersener Kneipenfestivals präsentiert. Nach den spektakulären Verpflichtungen von Kapelle Petra und den britischen Fishbrothers ein weiteres Highlight beim Watt Jeht 2008: Die schwedischen Glam-Rock-Retro-Punks von Märvel liefern ein straightes Rock-Brett mit feinen 70er-Applikationen. Hier im Video:
Außerdem bis jetzt gebucht: Angelika Express, Soulmine und Mrs. Bean. Alles in allem kann man jetzt schon konstatieren, dass es dieses Jahr wieder mal ganz großes Kino ist, was die Festivalmacher hier auffahren. Watt Jeht kicks Ass, da hat die November-Depression keine Chance!
dmai Von der vermeintlichen Hochkultur des Viersener Jazz Festivals nahtlos weiter zum Subkultur-Highlight des bevorstehenden Herbstes: es ist zwar noch eine Weile hin, Berichtenswertes gibt es aber doch schon vom am 8. November stattfindenden 6. Viersener Kneipenfestival Watt Jeht. Die Festival-Macher Tappi und Wim verkünden auf ihrer Homepage die Verpflichtung zweier Bands, die in Viersen schon spektakulär auf sich aufmerksam machen konnten. Da sind zum einen die Publikumslieblinge des diesjährigen Eier mit Speck Festivals, Kapelle Petra mit ihrer unnachahmlichen Mischung aus stadionhymnentauglichem Indie-Rock und den humorvollsten und selbstironischsten Texten der aktuellen deutschsprachigen Popmusik.
EMS 2008: Kapelle Petra backstage nach umjubeltem Auftritt
Und dann haben wir noch die inoffiziellen Biervorratsvernichtungsweltmeister des Eier mit Speck 2007, die dessen ungeachtet seinerzeit eine hochkonzentrierte, männlich-erotische und spektakuläre Pub-Punk Bühnenshow vom allerfeinsten ablieferten, die Rede ist natürlich von den fabulösen Fishbrothers aus Brighton/England.
Als kleinen Vorgeschmack, hier schon mal ein Video-Dokument mit Mastermind Martin Fish bei einer seiner Lieblings-Beschäftigungen, dem offensiven Bierbauch-Posing mit simultener Sauflied-Rezitation: